03 Okt

Bienengesundheit

                       

Bildung von menschlichen Gruppenwesenheiten über geometrischen Formen.

                                                                                                                                                                                                                         Dokumente/Gruppenwesenheiten

Die Gottmensch-Frequenz, nämlich 990 KHz, bei der 3. bis 7. Einweihung erfährt keine Steigerung mehr . Es ist also die höchste Frequenz, die wir bei der geistigen Entwicklung erzielen können.  Wir können die Frequenz noch von 990.000 Hz auf 998.999,9 erhöhen und zwar durch Bildung von menschlichen Gruppenwesen über geometrischen Formen. Am bekanntesten ist der „Siebenstern“.

  1. Der von der Gruppenseele emanzipierte Mensch muß sich in völliger Freiheit wieder zu einem neuen Gruppenwesen zusammenfinden. Schon in dem Büchlein „Der Bien“ haben wir erkannt, daß es Möglichkeiten gibt, durch menschliches Eingreifen in das Werden der Natur neue geistige‘ Wesenheiten zu schaffen, so daß Engel als Geist in diese Wesen einziehen (wie z.B. bei den Bienen). Als weiteren Schritt schreibt Rudolf Steiner: „Dadurch, daß die Menschen freiwillig ihre Gefühle zusammenstrahlenlassen, wird wiederum etwas über den emanzipierten Menschen hinaus gebildet.“ (R. Steiner: „Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen.“ 9.Vortrag Berlin 01.06.1908.)

Bei den Tieren, Pflanzen und Mineralien kennen wir die „Gruppenseele“. Die Glieder dieser Gruppenseele, z.B. eine bestimmte Anzahl von Tieren, werden von dieser Gruppenseele geführt. In sie gehen auch die Tierseelen beim irdischen Tod wieder ein.

Der Mensch hat sich nun aber von dieser Gruppenseele emanzipiert, er hat ein eigenes, verantwortlich denkendes und handelndes Ich entwickelt. Dadurch steht er aber isoliert da und kann nur bedingt an der Weiterentwicklung der Welt teilnehmen. Er muß, wenn er überhaupt einen Begriff von der Entwicklung der Zukunft bekommen hat, den Charakter der Gruppenseelenhaftigkeit wieder aufnehmen. In völliger Freiheit und unter Wahrung seiner Individualität muß er sich zu einer Gruppe mit möglichst gleichem Entwicklungsstand zusammenfinden und mit ihr ein neues, höheres geistiges Wesen bilden. – Unter welchen Bedingungen ist das möglich?

  1. Eine geometrische Figur ist der Schlüssel dazu. In früheren Arbeiten haben wir uns mit der Wirkung bestimmter geometrischer Formen beschäftigt, z.B, Dreieck, Quadrat. Sechseck. Das Letztere, nämlich den „Davidstern“, haben wir eingehend auf seine heilenden Wirkungen untersucht. Wir haben z.B. festgestellt, daß bei einer Person, – nehmen wir einmal an, sie ist an einer Grippe erkrankt, alle schädlichen Bakterien oder auch Viren in ca. acht Minuten abgetötet sind, wenn wir die Anschrift dieses Kranken unter ein besonders präpariertes Sechseck legen. Wir haben z.B. beim Davidstern oder beim Quarz oder bei der Bienenwabenzelle gesehen, daß sich an jeder Ecke dieses Sechseckes ein Wesen befindet, meistens ein Engel, und daß übergeordnet ein höheres Wesen auftritt. Das heißt, die Iche dieser Einzelwesen haben sich in ein höheres Wesen integriert ohne Aufgabe der eigenen Individualität. Das dadurch entstandene bzw. aus höheren Ebenen herabgestiegene Wesen hat so eine um die Kraft der sechs Wesen verstärkte Energie bekommen. Wie wurde das erreicht?- Immer unter Zuhilfenahme einer geometrischen Figur. Diese Erkenntnis führte uns auch zu dem Siebenstern der Bienen mit seinen frappierenden Ergebnissen. Auch hier schließen sich die Iche der sieben Bienenvölker zusammen und bilden ein neues, höheres, sogar göttliches Wesen. Auch diese Einzelwesen, nämlich die Bienenvölker, stehen wieder auf den Spitzen einer geometrischen Figur, dem Siebenstern. – Nur Bienenvölker, die sich aus Schwärmen entwickelt haben, besitzen als einziges Tier nicht eine Gruppenseele, sondern wie wir Menschen ein Ich! Wenn wir diese Erkenntnisse jetzt auf die einleitenden Worte von Rudolf Steiner beziehen, dann liegt doch der Schluß nahe, daß auch bei einem Zusammenschluß von Menschen die geometrische Figur der Schlüssel ist, um das Steinersche Ziel zu erreichen.

Welche geometrische Figur wählen wir nun? In Bezug auf die Wirkung ist es gleichgültig. Es richtet sich nach der Personenzahl gleichen geistigen Entwicklungsstandes, die bereit ist, sich zu einem neuen  Gruppenwesen zusammenzuschließen. Es kann gewählt werden zwischen einem Dreieck bis zu einem Zwölfeck. Wählen wir in diesem Falle ein Siebeneck, denn über diesem siebenstrahligen Stern wurden alle früheren gotischen Kirchen (aber nur die gotischen) errichtet. Das war eines der Geheimnisse der Bauhütten. Von der Geburt bis zum 3. Lebensjahr sind wir, It. Steiner; Gotteskinder, „Gottessohn“. Dann verläßt das „Höhere Selbst“ des Menschen den irdischen Körper, es bildet sich ein Spiegelbild des Höheren Selbst, das Niedere Ich. Dieses bleibt bis zum irdischen Tode im Körper, es sei denn, der betreffende Mensch macht in seiner Bewußtseinsentwicklung so große Fortschritte, daß das Höhere Selbst in den Körper zurückkehrt und sich mit dem Niederen Ich vereint. Das Göttllche ist wieder in den menschlichen Körper zurückgekehrt, der Mensch ist wieder göttlich geworden, nämlich ein Gottmensch. Als Personen wählen wir als Beispiel in diesem Falle sieben Menschen, die in der „Oktave“, d.h. im Schwingungsbereich „Gottmensch“ schwingen. – Von den Bienen her wissen wir, daß beim Siebenstern schon fünf physische Wesen mit einem Ich genügen. – Der Gottmensch zählt zur höchsten der vier Oktaven, die die geistigen Entwicklungsstufen darstellen: Durchschnittsmensch, Genie, Prophet, Gottmensch. Der Begriff Gottmensch muß vielleicht erläutert werden, weil sonst ein falsches Bild entstehen kann.

  1. Ein Engel der Throne übernimmt bei einem Zusammenschluß von Gottmenschen die Führung. Wenn sich nun solche Gottmenschen zusammentun, ganz gleich ob im 3, 7 oder 12eck, so steigt aus der Geistigen Welt immer ein „Engel der Throne“ herab, um in dem neuen Gruppenwesen die Rolle des Geistes, des Lenkers zu übernehmen. Die integrierten Menschen sind dann die Organe des Gruppenwesens.

Der Engel der Throne steht bekanntlich in der neungliedrigen Engelhierarchie an dritter Stelle. Über ihm befinden sich nur noch die Cherubime und die Seraphime. Die Frequenz solch eines Engels der Throne ist natürlich so hoch, daß wir Menschen sofort sterben würden, wenn sie untransformiert in uns eingeleitet würde. Der Engel der Throne setzt seine Frequenz daher soweit herab, daß sie von einem Gottmenschen vertragen werden kann. Der Gottmensch hat normal die Frequenz 990.000 Hz. Der Engel der Throne nimmt in dieser Funktion die Frequenz 994.666,,; Hz an. Mit dieser Frequenz schwingt dann auch jeder der in das neue Gruppenwesen integrierten Menschen.

Bei der normalen geistigen Entwicklung des Menschen wird‘ der Chemismus des physischen Körpers langsam auf die nächsthöhere Schwingung vorbereitet. Hier erfolgt der Sprung aber plötzlich, unvorbereitet Man sollte daher vor der Bildung des neuen Gruppenwesens die noch im Körper des jeweiligen Menschen befindlichen Giftstoffe entfernen. Es muß eine generelle Reinigung stattfinden, sonst könnte es zu Anpassungsschwierigkeiten kommen.

  1. Welche Engelwesen übernehmen die Führung bei den übrigen neuen menschlichen Gruppenwesen? Es können sich natürlich Menschen aller geistigen Entwicklungsstufen zusammenschließen, um ein höheres Gruppenwesen zu bilden. Es wurde hier der Gottmensch gewählt, weil sich daran viel erläutern läßt. Menschen folgender Entwicklungsstufen b.z.w. Oktaven haben dann folgende Führungsengel:

Durchschnittsmenschen 642 Hz Engel der Stufe 1-3 nach Entwicklungsstand der betr. Menschen)

Oktave Genie                     900 Hz Engel der Stufe 4,

Oktave Prophet                900 Hz Engel 7.St. bzw. Erzengel 1.St,

1.Christus Frequenz        900 KHz Archai Engel,

2.Christus Frequenz        925 KHz Dynamis Engel ,

Gott/Lichtmensch           990 KHz Engel der Throne.

  1. Die Frequenzerhöhungen beim Zusammenschluß von Gottmenschen. Die Schwingungen. die ein Gottmensch nach Zusammenschluß zu einem Gruppenwesen erreichen kann. steigen von 990.000 Hz bis auf 998.999 Hz. Das ist die höchste Frequenz, die wir inkarnierten Menschen der 3. Dimension erreichen können. denn bei der Frequenz 999.000 Hz beginnt dann die unterste Stufe der positiven Ätherer. (Im Gegensatz dazu stehen die Satonier, die eine negative Frequenz haben.) Sie sind für unsere Augen unsichtbar. Sichtbar werden sie nur, wenn sie ihre Frequenz herabsetzen und ihre Polarität von plus auf minus wechseln. (Wir kennen das von den UFOs.)

Wie schon erwähnt. schwingt dann nicht nur der Engel, der diese Frequenz annimmt, in dieser Frequenz, sondern auch jeder in dieses Gruppenwesen integrierte Mensch, jedes seiner Moleküle und Atome.

  1. Jeder Teilnehmer dieses neuen Gruppenwesens übernimmt die Funktion eines Organes. Wir hatten gesehen, daß durch die Bienenvölker auf dem Siebenstern ein neues geistiges Wesen gebildet wurde mit göttlicher Frequenz. Dazu integrierten sich die Bienenvölker in diese Wesenheit. Dabei ist nun interessant, daß sie in dem neuen Wesen die Funktionen von Körperorganen übernehmen (Herz, Leber usw.). Genauso ist es auch bei den Menschen, die ihre Gefühle zu einem neuen Gruppenwesen zusammenstrahlen lassen. Sie bilden die Organe dieses neuen Wesens. In einer Wesenheit, die über einem Dreieck, also von nur drei Personen, gebildet wurde, sind nur die drei wichtigsten Organe vorhanden:

Das Herz, die Hypophyse und die Leber. Bei jeder Form, die ein Eck mehr hat, kommen die Organe in folgender Reihenfolge dazu: Epiphyse, Pankreas, Lunge, Niere, Galle, Gehirn, Verdauungsorgane, Drüsen, Vermehrungsorgane. Bei der Wesenheit über dem 12eck sind also alle Organe vorhanden, auch die, die sich erst später gebildet haben. Jeder Mensch übernimmt bei solch einer Wesenheit also die geistige Funktion eines Organes. Es kann dabei mit der Zeit auch ein Wechsel eintreten, je nach der geistigen Entwicklung der betreffenden Menschen.

  1. Wie wird ein menschlicher Siebenstern gebildet? Wenn man solch ein höheres Gruppenwesen schaffen will, um auf diese Weise unserem Planeten Erde bei seiner geistigen Entwicklung einen Dienst zu erweisen, so müssen natürlich die beteiligten Personen damit einverstanden sein. Sollten zu der betreffenden Zeit nicht alle gefragt werden können, kann man mental auch ihr Höheres Selbst fragen. Dieses wird nach meinen Erkenntnissen immer begeistert auf einen solchen Vorschlag eingehen. Vor Ausführung dieses Vorschlages fragt man, ob das vorgesehene Tun „im Sinne des Vaters“ ist und erbittet für diesen Schöpfungsakt seinen Segen. Man erbittet auch das Herabsteigen eines Engels, der als Geist dem neuen Gruppenwesen vorstehen möge. ‚

 

 

 

 

Beispiel für die Bildung eines menschlichen Gruppenwesens über einer geometrischen Figur, hier über einem Siebenstern.

 

Nun zeichnet man auf einem Blatt Papier die geometrische Figur, das Vieleck, für das man sich entschieden hat. Nehmen wir als Beispiel wieder den Siebenstern (Maßstab beliebig). Jetzt schreibt man die Anschriften der beteiligten sieben Personen auf kleine Zettelehen. (Aus einer Familie können sich aber nicht zwei Personen an zwei verschiedenen Gruppenwesenheiten beteiligen. Zwei oder mehr Familienmitglieder können aber der gleichen Gruppenwesenheit angehören.) Diese Zettel klebt man auf die Ecken des Vieleckes, hier auf die Spitzen des Siebeneckes. Das kann nun nicht in beliebiger Reihenfolge geschehen, sondern wir müssen erstens erfragen (evtl. über das Pendel), welche Person die Funktion welchen Organes erfüllen soll. Zweitens: auf welcher Ecke welches Organ plaziert werden soll. Denn auch bei den Bienen hat jedes Organ seinen bestimmten Platz auf dem Siebenstern. – Die vorseitige Skizze möge dieses erläutern. – Wenn diese Handlungen durchgeführt sind, ist auch das neue Gruppenwesen existent. Ein Dank an den Vater und an den Engel mit der Bitte um eine gute Zusammenarbeit schließt diese Bildung des menschlichen Siebensternes ab.

  1. Welche Wirkungen strahlt diese Göttliche Wesenheit auf seine Umgebung und auf die integrierten Menschen aus?

8.1. Merkmale der neuen Gruppenwesenheit. Die neu entstandene göttliche Gruppenwesenheit hat eine menschliche Gestalt. Ein Seher würde sie in einem langen, bis auf den Boden reichenden Gewand sehen. Die Farbe dieses Kleides richtet sich nach der Engelstufe. Bei den Engeln der Stufe 1-3 ist es die rote Farbe, bei dem Engel der Throne blau. Dieser Engel ist gewaltig. Er steht wie ein Leuchtturm in der Landschaft, denn alle diese Engel haben in unseren Breitengraden eine Größe von 2.133m. Sein Stirnchakra, sein drittes Auge, befindet sich nämlich im Violett des Regenbogens. Ganz klein erkennt man unten am Saum des Kleides dieser Wesenheit die Menschen, zu denen dieser Engel hinabgestiegen ist. Sie befinden sich jetzt laufend im Schutze dieses Engels. Dem Haupt dieser Wesenheit, und zwar der Hypophyse, entspringt eine große Stehende-Säulen-Welle (SSW). Diese SSW läuft spiralig nach oben bis 7.000m, mit einem größten Durchmesser beim Engel der Throne von 68km. (Beim Engel der 1.Stufe, also beim Durchschnittsmenschen, sind es 8 km.) Dieser Kreis, auf die Erde projeziert, ist auch der Wirkungsbereich dieses Gruppenwesens. Entfernt sich nun ein Mensch aus dieser Personengruppe, nehmen wir an, er geht auf Reisen, so teilt sich der Engel und, nennen wir es einmal so, ein „Duplikat“ begleitet ihn. Es ist eine Bilokation. Jedes Mitglied des menschlichen Vieleckes befindet sich immer im Wirkungsbereich seines Engels.

8.2. Die Hauptaufgabe dieser neuen Gruppenwesen ist die Durchleuchtung der Erde. Die Hauptaufgabe dieser neuen Gruppenwesenheiten ist es, den Planeten Erde möglichst schnell zum Lichtplaneten zu verhelfen. – Da haben wir integrierten Menschen unsere persönlichen Wünsche zurückzustellen. – Diesen Auftrag kann die Wesenheit auf Grund ihrer Größe gut erfüllen, denn sie überdeckt dabei mehrere Streifen des 4.Gitters. (Dieses ist ein neutrales Gitternetz, das die gesamte Erde überzieht. Es läuft neben jedem 5.Streifen des Diagonalgitters.) In dieses 4.Gitter strahlt die Wesenheit ihre Energie. Diese durchdringt die gesamte Erde. Wenn sie auch bei den Antipoden nur noch 5% ihrer Ausgangskraft hat, wird auf diese Weise doch die gesamte Erde damit durchtränkt, durchlichtet.

8.3. Orte der Kraft.

Früher kannte man noch die sogenannten Orte der Kraft. Es waren Punkte, wo sich eine Kreuzung des Globalgitternetzes auf einem 4.Gitter befand. Über solchen Orten wurden Wallfahrtskirchen errichtet, Kapellen und sogar Kathedralen (z.B. Chartres). Dadurch, daß in Zukunft in verstärktem Maße diese göttlichen Gruppenwesen ihre Kraft in das 4. Gitter leiten, wird das gesamte 4. Gittersystem zu „Orten der Kraft“ werden.

8.4. Konnten auch die Atlanter diese Gruppenwesenheiten erschaffen? Man kann nun mit Recht ,folgende Frage stellen: Die Atlanter, die doch ihre gesamte hochentwickelte Technik, aber auch ihre geistige Entwicklung, auf den Wirkungen der Stehenden-Säulenwelle aufgebaut haben, warum haben sich diese Atlanter nicht der Gruppenwesenheiten bedient? Die Altaner waren in ihrer Ich Entwicklung, die besonders durch Christus Jesus vorangetrieben wurde, noch nicht so weit entwickelt wie wir heute. Daher konnten sie diese Gruppenwesenheiten noch nicht in der erforderlichen Freiheit und unter Wahrung ihrer Individualität schaffen. Nach ihrem Abstieg vom göttlichen Wesen in die physische Materie hatten die Atlanter auf dem Wege ihres Aufstieges noch nicht den erforderlichen Punkt der Ich-Entwicklung erreicht.

8.5. Was bewirkt die neue Gruppenwesenheit weiterhin? Wenn man nach weiteren Segnungen dieses göttlichen Wesens sucht, so findet man alle Vorteile, die wir schon vom Bienen-Siebenstern kennen. Wir brauchen also nicht mehr darauf einzugehen. Zu den geopathogenen Belastungen kommen zunehmend Strahlungswirkungen elektromagnetischer Wechselfelder, die von elektrischen Geräten und Installationen aller Art , innerhalb und auch außerhalb des Hauses, ausgehen. Von entscheidender Bedeutung für den Verlauf einer Krankheit, und vor allem für die Wirksamkeit der Therapie, ist es, ob derartige Belastungen vorliegen. Sie kann man schon feststellen, ohne vorerst einen Rutengänger hinzuziehen zu müssen, und zwar durch eine Überprüfung der Drehrichtung des Blutes. Linksdrehung des Blutes bedeutet geopathische Belastung oder Erkrankung durch elektromagnetische Wechselfelder. Die Drehrichtung kann mit Hilfe eines Pendels ermittelt werden, aber auch mit einem sogenannten „Drehungstester“.

 

Solch eine Linksdrehung des Blutes, die eine Minus-Polarität anzeigt wird bei allen Mitgliedern der Gruppenwesenheit. soweit es Lichtmenschen sind, beseitigt, d.h., daß sie auch gegen elektromagnetische Wechselfelder aller Art geschützt sind. Es gibt aber auch Ausnahmen. Sie dienen einem Lernprozeß. Was die Mitglieder der neuen Gruppenwesenheit betrifft – wieder nur, soweit sie Lichtmenschen sind – , so werden ihre Körper nach einer Periode der Reinigung giftfrei sein. Ihre alten Krankheiten werden im Laufe der Zeit geheilt. Neue Krankheiten erhalten sie nicht, wenn sie nicht gegen göttliche Gesetze verstoßen. Also auch wenn sich geistig weniger entwickelte Lichtmenschen zusammenschließen, heilen die alten Krankheiten aus, z.B. Krebs. (Es gibt aber auch bewußte Ausnahmen als Lernprozeß!)

Manche Therapie ist erfolglos, wenn die energetischen Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen den Organen nicht berücksichtigt werden. Wenn sich nämlich eine Krankheit an einem bestimmten Organ manifestiert, so kann dies seine Ursache in einem Energiemangel oder Energieüberfluß eines anderen Organs haben. Mit Akupunktur kann man den Energiefluß wieder harmonisieren. Diese Harmonisierung erfolgt aber auch automatisch bei allen Mitgliedern von menschlichen Gruppenwesenheiten über allen geometrischen Formen.

8.6. Die Mitglieder des menschlichen Gruppenwesens erlangen ihre völlige Freiheit zurück. Alle Mitglieder, alle Organe des neuen Gruppenwesens, erfahren in ihrer geistigen Entwicklung einen gewaltigen Schub. Denn als völlig freie Individualitäten streben sie jetzt in einer Einheit nach oben und besitzen so eine verstärkte Kraft. Und wenn sie sich schließlich als Gottmenschen zusammenschließen, erreichen sie die höchste Frequenz, die ein Mensch überhaupt erwerben kann, sie werden teilhaftig der höchsten Einweihungen. Es sind die 4. bis 7. Einweihung, die diese Menschen von Christus selbst auf seinem Planeten bzw. seinem Planetenstern empfangen. Menschen auf einem Schulungsplaneten brauchen nach der zweiten Einweihung nicht mehr zu inkarnieren. Aber erst jetzt sind sie völlig frei. Sie brauchen sich nicht mehr auf der „Jakobsleiter“ emporzuarbeiten. Auf diese Weise erspart das Geistwesen – nach Erdenbegriffen – evtl. Millionen oder gar Milliarden Jahre des Aufstieges. Sie kehren nämlich nach dem irdischen Tode, wie wir schon erfahren haben, zusammen mit ihrem Höheren Selbst in das materielle oder auch geistige Universum zurück, in die Stufe, von der sie bei ihrem Prüfungsabstieg ausgegangen sind. Ihr Engel, bzw. ihr „mütterliches Prinzip“ bei geistigen Universen, das ihren Geistleib geschaffen hat, wird sie mit dem Höheren Selbst wieder in ihre Arme schließen. Von dort aus erfolgt dann der weitere Aufstieg zum Vater.

  1. Unser Auftrag: Die Bildung von möglichst viel Gruppenwesen über geometrischen Formen. Wir sollten bei diesen Betrachtungen jedoch nicht vergessen, daß unser Hauptbestreben bei der Bildung von Gruppenwesen über geometrischen Formen die Entwicklung der Erde zum Lichtplaneten ist. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen möglichst viele solcher neuen Gruppenwesenheiten geschaffen werden. Rudolf Steiner sagt dazu: „Aber dadurch, daß die Menschen sich in freiwilligen Zusammenhängen zusammenfinden,‘ … geben sie wiederum Wesenheiten Veranlassung, wie eine Art von Gruppenseele zu wirken, aber in einem ganz anderen Sinne als die alten Gruppenseelen. Alle früheren Gruppenseelen waren Wesenheiten, die den Menschen unfrei machten. Diese neuen Wesenheiten aber sind vereinbar mit der völligen Freiheit und Individualität der Menschen. Es wird in den Seelen der Menschen selbst liegen, ob sie möglichst vielen solcher höherer Seelen Gelegenheit geben, herunterzusteigen zu den Menschen, oder ob sie es nicht tun. Je mehr erhabene Wesen zu den Menschen heruntersteigen, desto schneller wird der Erdenplanet vergeistigt.“ („Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen.“ Rudolf Steiner 1908.)

So möge auch dieser Aufsatz Anregungen geben zur Bildung von Gruppenwesen über geometrischen Formen.

Heinrich Sannemann   2006    Blaue Reihe Heft 2    Sehnsucht nach Liebe.

 

Bienengesundheit mit natürlichen Mitteln fördern.

Siebenstern Aktuell

  1. Oktober 2015

Das Thema Siebenstern gibt eine ganz neue Weltsicht. Mit einfachen Mitteln, eben dem Bienensiebenstern oder einem Steinkreis oder einer Acht, kann JEDER Mutter Erde und so auch sich selbst in ein harmonisches Umfeld versetzen. Der Siebenstern oder der Steinkreis (Stonehenge) beinhaltet eine uralte geometrische Weisheit die nun durch die Bücher      „Der Bien im Siebenstern“   und                                      „Steinkreise helfen Mutter Erde“ beide beim Verlag unter tredition.de zu bestellen, wieder zum Leben erweckt ist. Ich kann nur jedem raten der sich ein wenig für unsere Umwelt einsetzen möchte diese Bücher zu lesen und dann ein wenig danach zu handeln. In diesem Buch „Der Bien im Siebenstern“  und „Steinkreise helfen Mutter Erde“ werden auch die Energiebahnen, die Leylinien der gesammelten kosmischen Lebensenergien aufgezeigt und ihre Größen genannt. Danach handelt es sich hier um ein Weltumspannendes Netz das Tag und Nacht Lebensenergien an die Plätze liefert wo sie gebraucht werden um unsere Welt wieder lebenswert zu gestalten.

18.September 2015

Der Agnihotra Feuertopf Ritus ist bei den großen Zusammenkünfte wo alle im Kreis ihren Feuertopf anzünden ein wunderschönes, harmonisches Schauspiel. Alle Feuertopf betreiber sind der Meinung nun würde alles verstärkt durch die vielen Feuer. Wenn man aber mal nachfragst heben sich die Energien wie bei den eng zusammenstehenden Honigbienen-Siebensternen gegenseitig auf. Der Energiekreis um ein Feuer ist 4,2 km. Innerhalb dieses Kreises sollte kein zweites Feuer zur gleichen Zeit angezündet werden da es die Energie der anderen in der Nähe stört und aufhebt. Besser wäre es einen gößeren  Feuertopf 9x oder 18x größer in die Mitte für alle zu stellen. Alle anderen Töpfe müssen dann kalt bleiben. Dann wäre dort eine 18 x größere Energieausbeute, und kein Stören der vielen Feuer gegeneinander. Die Abstände müssen dann nach folgender Tabelle eingehalten werden. Die Energie beim Agnihotra Feuertopf fließt nur in den 4 Minuten wo das Feuer auch brennt. Ein Bienensienenstern liefert Tag und Nacht die gleiche Energie ohne Unterbrechung. Da ist es schon angebracht einmal zu überlegen  wie man Mutter Erde kräftiger und ausdauernder helfen kann. Die Schwingungsfrequenzen sind beim Feuertopf und beim Bienensiebenstern mit 2600 kHz die gleichen. Hiernach ist klar ersichtlich wenn man die Wahl hat das man sich für einen Honigbienen-Siebenstern entscheiden sollte und den Agnihotra Feuertopf beim etwas entfernteren Nachbarn zu Sonnenauf- und Untergang betreibt.

Agnihotra Feuertopf Energie

Zur rechten Zeit im Einsatz (Sonnenauf- und Untergang)

1 Feuertopf                           2 Feuertöpfe nebeneinander

Wirkkreis         :   4,2 km                         0 km

Frequenz         :   2600 kHz                      0 Hz

Boviseinheiten :   260 000 B                 0 B

Sieben Feuertöpfe im Siebenstern mit Radius 6,5 km

Wirkkreis         :     9 km

Frequenz         :     9 kHz

Boviseinheiten :   900 000 B

Ein Feuertopf 9 X größer                                                                18 X größer

Wirkkreis         :      25 km                                                           125 km

Frequenz         :        99,9 kHz                                                      235 kHz

Boviseinheiten :   30 Millionen B                                   59 Millionen B

 

Vorhandene Feuertöpfe geschätzt in D, CH, AU

25.900 Stück davon zur rechten Zeit im Einsatz:        3.600 Stück

129.000 Stück weltweit zur rechten Zeit im Einsatz

das ergäbe 9,9 Billionen Bovis Lebenseinheiten je Tag wenn sie alle zur gleichen Zeit angezündet würden. Da aber Sonnenauf- und Untergang überall verschieden ist   stehen gleichzeitig, weltweit rund um die Uhr nur 9,9 Millionen Bovis Lebensenergieeinheiten zur Gesundung von Mutter Erde zur Verfügung.

17.September 2015

Quadratura Circuli

QuadraturaCirculiA

Kreis und Quadrat haben nach dem Goldenen Schnitt den gleichen Umfang.

Der Winkel zwischen den einzelnen Siebenstern Bienenvölkern oder der Böschungswinkel des Feuertopfes kann wie folgt errechnet werden. Die geringen Abweichungen von hier 51,8 oder (360:7) 51,4 oder Winel der Sehnen im Siebenstern 51,2° sind dabei unerheblich.

Agnihotraaus Agnihotra Homa Hof.

9.September 2015

Aufstellen von vier Honigbienenvölker im Siebenstern. Platzbedarf nur 9  X  3 Meter.

Oft scheitert die Aufstellung eines 13 Meter Bienensiebensterns am Platz.  Mancheiner hat auch nicht gleich sieben Schwarmvölker zur Verfügung.  Bei einer Imkerin in Neuss ist ein neuer Bienensiebenstern mit vier Völkern aufgebaut und nach 26 Stunden nachdem das vierte Volk auf seinem Platz stand aktiv geworden.

ChartreSternHier die Kathedrale von Chartre mit eingezeichnetem Siebenstern wobei die zwei unteren Spitzen nach oben gezogen sind. Die zugehörigen Säulen sind auch oben eingebaut.

Der Platzbedarf ist in diesem Fall für die vier Völker 9 X 3 Meter. Wichtig ist natürlich das die Geometrie des Siebensterns auch hiebei eingehalten wird. Die Energien wie Frequenz von 2600 kHz, 1,8 Millarden Bovis in der Mitte, 4,2  km Wirkkreis und einer Aura von 36 Metern  sind die gleichen wie bei einem voll aufgebauten 13 Meter Bienensiebenstern.

chartre4Völker3chartre4Völker2

Wer genug Völker hat kann bei Platzmangel auch einen vollen Bienensiebenstern mit einem Durchmesser von nur 3,25 Metern aufstellen. Auch solch ein Bienensiebenstern funktioniert wie ein großer von 13 Metern Duchmesser.  Im  Sauerland ist in diesem Frühjahr ein 3,25 Meter Siebenstern aktiv geworden.

25. August 2015

Die wahre Aufgabe der Bienen beim Aufbau des Lichtplaneten

  1. August 2015 von beim Honigmann zu lesen

Der BIEN-Artikel von Volker v.Schintling-Horny wurde veröffentlicht Mai 2014 in dem Magazin “NeuZeit”

Wir zeigen Alternativen

Das staatenbildende Volk der Bienen hat seit jeher eine wichtige Funktion in unserer Kultur, der Honig, der Met, das Bestäuben der Pflanzen und der Nutzpflanzen sind zu einem Überlebensfaktor für Flora und Fauna geworden.
Ein Aspekt der jedoch kaum Beachtung findet, ist die wahre Aufgabe der Bienen für die Erde.
Dies soll hierbei beleuchtet werden.
Der Schulungsplanet Erde mit seiner interkosmischen Bibliothek hat eine Vielzahl an Leben hervorgebracht, so kann man die materiellen Erscheinungen in 4 Schöpfungsstufen unterteilen.
Mineral, Pflanze, Tier und Mensch.
Jede Stufe ist grob in 4 Bewusstseinsebenen eingeteilt, die Erscheinungsformen der Körper, die da wären:
der physische Körper (Gruppenseele)
der Ätherkörper (Gruppenseele)
der Astralkörper (Gruppenseele)
der Mentalkörper (Ichseele).

Der Mensch hat durch seinen Mentalkörper die Fähigkeit im Ich-Bewusstsein zu leben und hebt sich dadurch von den anderen Schöpfungsformen ab.
Es gibt jedoch eine Ausnahme in der Fauna und zwar bei allen staatenbildenden Tieren – es ergibt sich aus der Gruppenseele ein übergeordnetes Bewusstsein, speziell bei der Biene ein sog.
Ich-Bewusstsein, das im Folgenden als „BIEN“ bezeichnet wird.

In früheren Zeiten gab es eine Kommunikation zwischen dem „Bienenvater“ und dem „BIEN“.
Der Bienenvater erzählte von den Vorkommnissen und Mühen auf dem Bauernhof und der BIEN verstand über die Frequenzen der Emotion und Gedanken mit Ihm zu kommunizieren.

Damit ein Bienen Ich-Bewusstsein entstehen kann, müssen einige Voraussetzungen gegeben sein.
Die Bienenkönigin ist das Herzstück eines Bienenvolkes und wenn sie, wie heute üblich durch künstliche Befruchtung entsteht, kann sie kein Ich-Bewusstsein entwickeln. Nur wenn sie einer Schwarmzelle entstammt, kann sie zu einem Sonnenwesen werden.
Wenn eine Bienenkönigin aus einer Schwarmzelle schlüpft, fliegt sie der Sonne entgegen, somit haben es die Drohnen als Erdwesen schwer, Ihr zu folgen.
Die Bienenkönigin fliegt dabei bis auf Regenbogenhöhe von ca 2,1 km hoch – genau genommen in den Violettbereich des Regenbogens (Zuchtköniginnen können nicht so hoch fliegen) und wird dort von mehreren Drohnen begattet. Solch eine Bienenkönigin begründet dann mit einem „Ich-Bewusstsein“ ihr Volk.
Mit einem Tonfrequenzmesser können wir Menschen dann auch nachmessen, ob ein Ich in das Volk eingezogen ist oder nicht.
Bei einem Volk mit Zuchtkönigin liegt die Frequenz bei 450 Hz, bei einer Sonnenkönigin bei 566 Hz.

Der nächste wichtige Bestandteil zur Entstehung eines Biens ist die richtige Anordnung der Völker.
Dabei muss man sich den Regenbogen als eine Art Dom vorstellen, der von den Baumeistern der Kathedralen bei uns als Sakralbau erstellt wurde.
Der Siebenstern mit seinem charakteristischen Winkel von 51 52`42“ ergibt bei den frühmittelalterlichen Kathedralen jenen heiligen Raum, wie der von der Kathedrale von Chartre, wo heilige Form und dessen Rhythmus eine heilige Geometrie ausmachen. Die Templer wussten dies umzusetzen, so liegt im Zentrum dieses Siebensterns das Allerheiligste verborgen.

Wenn durch die Bienenkönigin ein solcher Kathedralenbau erzeugt wird, bewirkt ein Aufstellen von sieben Bienenvölkern im Winkel von 51 Grad 52`genau diese heilige Kraft, die einen derart heiligen Ort erschafft.
Der Siebenstern steht auf einem Kreis von 13 Metern Durchmesser, auf dem die sieben Sternspitzen (Bienenvölker) markiert werden (einen Punkt zum anderen hat dabei eine Länge von 5,64 m). Diese Punkte und die Kreismitte dürfen sich auf keiner geopathogenen Zone befinden.
Die Bienenvölker stehen dann auf diesen Punkten auf einem 40 cm hohen Podest, mit dem Flugloch nach Süden gerichtet.
Über jedem Bienenvolk mit einem „Ich“ entsteht dann eine stehende Säulenwelle, die kosmische Energie ( freie Energie, oder Orgonenergie) in die das Bienenvolk zieht. Der Bien transformiert diese Kräfte und Energien von allen sieben Völkern in die Mitte des Kreises – dort werden sie dann in einem Radius von 4,2 Kilometern, kugelförmig, in alle Richtungen ausgestrahlt.

Die stehende Säulenwelle
kann man auch als Vortex bezeichnen, die in einem Wasserstrudel oder einer Windhose zu erkennen ist. Auch unsere DNA-Helix ist in einer Vortex angeordnet und gibt die Grundstruktur des schöpferischen Prozesses vor.
Bei einer Rechtsdrehung des Wirbels wird dabei magnetische Kraft hinzugefügt, bei einer Linksdrehung wird in dem magnetischen System Energie angezogen. Dabei wirkt sich die Richtung direkt auf die Elektronen-Spins aus, die sich als aufbauend(rechts) und abbauend(links) auf organische Systeme auswirken.
Unsere heutige destruktive Verbrennungstechnologie nutzt Frequenzen, also Wellen, als Energieträger, nicht so die Hochkulturen der frühen Kulturen, wie die der Atlanter.
Dort wurden noch die Wirbelenergien, die die Kreatoren der Welten als universelles Prinzip einsetzten, genutzt und auch technisch umgesetzt. Raumfluggeräte und Heilungstechnologie wurde und wird damit betrieben.
Auch die geistige Entwicklung des Menschen wird in solch einer stehenden Säulenwelle enorm beschleunigt, so lässt sich der drehende Wirbeltanz der Maulana-Derwische erklären, den der persische Mystiker Djallaladin Maulana Rumi entwickelte, um eine heilige Vortex über und um den Menschen zu erzeugen.

Überprüft man die Frequenz des Bienenvolkes eines solchen Siebensterns, so stellt man eine erstaunliche Frequenz von 999.999,9 Hz ( 999,9 kHz) fest!
Stellt man 4 Bienenvölker darauf, bleibt es gleich, doch beim 5ten Volk erhöht sich die Frequenz auf 1.321 kHz. Der Siebenstern überspringt damit die Frequenz der göttlichen Frequenz von 1000kHz.
Um dies verstehen zu können, muss man zu den Anfängen der Bienen auf dem Planeten Erde gehen, nämlich zu den Atlantern, die sie einst mitbrachten.
Dieses Wissen und die Technologie brachten die Bienen als ein eigenständiges, ätherisches Volk der Atlanter mit auf die Erde, die Atlanter wiederum nutzten auch den Siebenstern und verankerten so das Grundgitter des geisigen Lichtnetztes des Planeten. Ziel war es, den Planten Erde in einen Lichtplaneten zu wandeln und somit das Kollektivbewusstsein der Spezies Humanoid zu erheben. Dabei wurde der Ätherkörper der Bien über die schon vorhandene Wespe herausgezüchtet, hohe Atlanter verkörperten sich in einem Akt des Mitgefühls und der Hilfe für den Planeten Erde in das Hohe Beusstsein des BIEN. Dieses Wissen wurde dann nach Ägypten transportiert, wo die Bienen als heilig galten. Später geriet dieses Wissen und die dazugehörige Technologie in Vergessenheit.

Unser heutiges Bienensterben ist in diesem Zusammenhang ein über Pestizide, Elektrosmog, HAARP und Chemtrails ein bewusst geführter Kampf der Dunkelkräfte, auch gegen die wichtige Aufgabe der Bienen und allen Staatenbildenden Insekten, die Grundfesten des spirituellen Lichtgitters des Planeten zu zerstören.

Wir können also zusammenfassend sagen: eine Biene strahlt eine Frequenz von 450 Hz aus, ein Volk einer Schwarmkönigin hingegen 566 Hz. Ein Durchschnittsmensch strahlt eine Frequenz von 642 Hz aus, nach seinem Tod maximal 777 kHz, die somit höchste Stufe der Mentalwelt.
Ein einziges Volk eines Siebensterns hat aber schon eine Frequenz von 999,9 kHz, die höchste Frequenz der Ätherwelt, die sieben Ichs der sieben Völker strahlen dann zusammen und ergeben ein eigenständiges Wesen des BIENS mit einer göttlichen Frequenz von ab 1321 kHz und mit einem Engel als Führungsspitze.
Solch ein Siebenstern kann durch verschiedene äußere Umstände beeinflusst sein und wirkt dementsprechend unterschiedlich in seinem Einzugsgebiet.
Menschen, die eine stark negative Ausstrahlung haben, können die Wirkung drastisch mindern. Menschen die sich schon weiter entwickelt haben, sind in der Lage die hohen Energien aufzunehmen und können sich somit stärken – sowohl geistig als auch körperlich – und saugen diese Frequenzen auf wie ein Schwamm.
Geopathogene Zonen, seien es Erdstrahlen, Erdgase, Wasseradern, Erdverwerfungen (radioaktive Strahlung) und Gitternetzkreuzungen, werden neutralisiert.
Grubengase und Wasseradern sind wiederum bei Ameisenvölkern sehr beliebt.
Auch für diese Ordnung und die damit einhergehende Balance der Kräfte sind bei diesen Bewusstheiten sehr wichtig, daher wäre es interessant, sich mit der Aufgabe der Ameisen, speziell in diesem Zusammenhang, zu beschäftigen. Ameisen benötigen zur Aufzucht Ihrer Brut dieses spezifische Millieu von Wasseradern (Feuchtigkeit) und Grubengasen( Wärme).
Die Neutralisierung der Strahlung hat keinerlei Auswirkung auf diese Parameter.
Auch chemische Gifte werden durch den Siebenstern neutralisiert.
Brunnen die mit verseuchtem Grundwasser gespeist wurden, sind erst wieder mit frischem Wasser genießbar. Hohe Nitratbelastungen werden auf natürliche Weise gesenkt.
Die Effekte der Drehrichtung der Elektronen der Atome, auch Spin genannt, sind von entscheidender Bedeutung, insbesondere bei der Wasserqualität.
Man kann mit einem Pendel nachprüfen ob das Wasser rechts-oder linksdrehend ist.

Rechtsdrehendes Wasser hat einen geordneten Spin, linksdrehendes Wasser einen ungeordneten Spin, demzufolge ist es wertlos.
Die Ordnung des Wassers ist abhängig von der Magnetkraft der Erde. Die Grenze liegt bei 0,45 G (Gauß= Magnetkraft). Bei allen Wassern unter 0,45 G dreht sich das Pendel links herum, bei allen Wassern über 0,45 G entsprechend rechts herum.
Da das Magnedfeld der Erde in den letzten Jahren stark nachgelassen hat, haben alle Hausbrunnen, die mit Oberflächenwasser gespeist werden, linksdrehendes Wasser.
Bei allen Wassern und auch Hausbrunnen, die in einem Siebenstern Wirkungsbereich stehen, bleiben die Drehverhältnisse so wie sie auch vorher waren.
Die Frequenzerhöhung des Siebensternes hat also keine Auswirkung auf die Magnetkraft der Erde.
Jeder Mensch ist aufgrund seiner Physiologie ein elektromagnetisches Wesen.
Das Torusfeld unseres Körpers reguliert dieses Feld, das auch für unser Bewusstsein maßgeblich verantwortlich ist. Wir können diesen Magnetismus somit sehr leicht aktivieren und bewusst/gezielt einsetzten.
Durch das Reiben der Hände entsteht beispielsweise ein elektromagnetisches Feld, das wir laden und somit ein Glas Wasser mit unserer rechten Hand magnetisch aufladen- oder aber mit unser linken Hand über einem Wasserglas magnetisch entladen können. So entsteht auch der Funke, der manchmal beim Händeschütteln mit einem Stromschlag einhergeht.
Auch auf die Lebensmittel hat ein Siebenstern keine Einwirkung, wenn es auf schlechtem Boden gedeiht. Hier ist die Agnihotra-Feuer Zeremonie ein Segen und wird immer verbreiteter angewandt.

Es zeigt sich also ein Bild der Bienen in einer völlig neuen Dimension, nämlich der wahren Aufgabe ihres Seins, wenn man sie in natürlicher Form wieder kultivieren kann, so wird die Erhöhung des Planeten in einer viel rasanteren Geschwindigkeit folgen können.
Beim Lichtkörperprozess von Gaia betrug der Frequenzbereich bis 1945 bei 642 Hz gewesen.
Ab 850 Hz verändert sich die Aura zu einem Lichtplanten, momentan haben wir ein sehr wechselndes, gesamtglobales Feld.
Die Pole sind von der Frequenz her am Höchsten und auch Deutschland liegt in einem recht beachtlichen Frequenzbereich, an manchen Stellen von bis zu 835 Hz . So ergibt das Besprühen mit Chemikalien (Chemtrails), sowie die Bearbeitung mit Hochfrequentstrahlen wieder einen neuen Sinn nebst der Einwirkung auf die von der Sonne kommenden Photonen und auf unsere DNA und unser Bewusstsein.
Die Inkarnierung der atlantischen Seelen und die der BIEN in dieser Zeit sind ein zyklischer Prozess, der immer zu den Zeiten der Wende geschieht. Es sind immer wieder die selben Seelen, jene, die solche Übergangszeiten bestreiten und auch die Widersacher der satanischen Kräfte sind immer wieder die selben, nur drehen sich alle miteinander in der Vortex mit jeder Inkarnation eine Stufe weiter, bishin zum Lichtmenschen und zum Lichtplaneten.
Die neuen/alten Technologien sind unvermeidlich und in bestimmten Kreisen auch nach wie vor in Gebrauch.
Ausschlaggebend für die Nutzung der Masse ist das Gesamtbewusstsein, das mit der uneingeschränkten Macht auch uneingeschränkteVerantwortung mit sich bringt, möchte man die Erfahrungen aus den verschiedenen Untergängen der Hochkulturen nicht immer und immer wiederholen.
Die lichten Imker und Hobbyimker unter uns können durch das Aufstellen von Siebensternen helfen die Aufgabe der Bienen wieder herzustellen. Heilung des Alten und Erweckung des Neuen gehen dabei Hand in Hand und die Frequenzen und Informationen der Lichtwerdung liegen in unser aller Macht.

https://www.youtube.com/watch?v=f6mJ7e5YmnE

http://www.freigeist-forum-tuebingen.de/2013/10/die-wahre-aufgabe-der-bienen-beim.html

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Gruß an die Imker

Der Honigmann

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16.Juni 2015

Inzwischen haben wir in Deutschland 408 Bienensiebensterne, in Österreich 104 und in der Schweiz 135 macht 647 aktive Bienensiebensterne im deutschsprachigen Raum.

Das Buch „Der Bien im Siebenstern“ wird über Amazon gut verbreitet und soll in Kürze auch ins Französische übersetzt werden.

Ein normaler Bienensiebenstern mit  13/6,5 oder 3,25 Metern Durchmesser hat eine Frequenz von 2600 kHz, 1,8 Milliarden Bovis in der Mitte, 4,2  km Wirkkreis und eine Aura von 36 Metern. Damit hat man  Mutter Erde einen großen Dienst erwiesen. Wer nicht genug Platz hat kann den 13 Meter Siebenstern auch im Halbkreis aufstellen. Siehe hierzu den Grundriss der Kathedrale von Chartre mit eingezeichnetem Siebenstern im Buch „Der Bien —„. Die beiden unteren Sternspitzen sind nach oben verlagert, so hat man 6 Meter nach der einen Seite gespart. Ein Imker hat den Siebenstern in Spiralform mit 18 Völkern gebaut und damit eine Energie in der Mitte von 5,5 Milliarden Bovis erzielt. In England ist noch ein alter schamanischer Siebenstern mit 18 Völkern und einem Durchmesser von 52 Metern aktiv. Mit einem Wirkkreis von 14 km im Kugelumfang und einer Energieleistung von 20 Milliarden Bovis.

Bienenstärke erhalten.

Wir haben ja mit den Bienensiebensternen erreicht dass weltweit alle krankmachenden Benker (Gitternetze) unschädlich geworden sind.

Natürlich gibt es da wieder Neider und Gegenstinker im Untergrund die nun vermehrt unsere Imker und Bienen aufs Korn nehmen. Jeder Imker hat es schon erlebt: Obwohl genügend eingefüttert war, die Varroa Behandlung optimal durchgeführt wurde sind plötzlich keine Bienen mehr im Stock oder alle sind ohne erkenntlichen Grund tot am Boden.  Das ist nicht immer die Varroa oder andere Bazillen/Bakterien. Die Hintergründe müssen wir aufdecken und gezielte Gegenmaßnahmen entwerfen.

Neben den folgenden Maßnahmen haben wir nicht viel Möglichkeiten unseren Bienen zu helfen.
wie:   Bienen nur zur Wabenerneuerung und Honigernte stören, Neue Bienenweiden schaffen, nicht an Wassertagen an den Bienen arbeiten, Einfüttern mit eigenem Honig, Keine Winterbehandlung, Y der Mittelwände auf eine Seite, brutfreie Zeiten schaffen, Waben alle 2 Jahre generell tauschen, Kleinere Zellenmaße von 4,9 mm verwenden, Bücherskorpion einführen, Aufstellen im Siebenstern mit 51,2° Winkel und exaktem Kreis von 13, 6,5 oder 3,25 Metern Durchmesser 

Ein Ruf an die höheren Mächte:

 Kann die Aufstellung einer Pyramide mit dem Böschungswinkel von 51,4° einer Höhe von 75 cm und einer Grundfläche von 114×114 cm aus Holz- oder Messingstäben gebaut und im Bienensiebenstern aufgestellt,  mit einer Fläche genau nach NO ausgerichtet die Völkerzusammenbrüche wie wir sie heute erleben, vermindern. Welche weiteren Möglichkeiten haben wir unseren Bienen zu helfen?

Die Antwort: Völker, die zusammenbrechen sind Völker, die der Regeneration nicht gewachsen sind. Was bleibt, sind Völker der Stärke für die Zukunft, der Stärke, die von Nöten ist um den kompletten Verfall aufzuhalten. Dieser Verfall ist im Anrollen für die meisten Völker, es sind degenerierte Bienen, die sich nicht mehr an ihre Herkunft erinnern. Übrig bleiben die wirklich kräftigen Wesen, und die müssen wir stärken. Der Bau einer Pyramide trotzt dem Sturm in gewissem Maße und bewirkt eine Energie-Erhöhung, der die Degenerierten unter den Bienen weiterhin nicht gewachsen sind. Wir selektieren damit verstärkt. Selektion ist gegeben, sie findet statt auch ohne unser Zutun. Geht hin zu Euren Bienen und wacht, seit bereit zu harmonisieren und seit bereit, die vorhandenen Energien anzuheben durch Errichtung weiterer Siebensterne. Alle Siebensterne sind vernetzt und helfen sich somit gegenseitig. Die Pyramide ist ein guter Resonanzkörper, im Siebenstern sie ist eine Antenne für Weiterleitungen aus dem Kosmos. Sie katapultiert Schwingungen zur Erde und das hat zur Folge, dass die Siebenstern-Schwingung erhöht wird. Die degenerierten Bienen werden so schneller verschwinden.. Die Natur tut das Gleiche auch ohne Siebenstern und Pyramiden.

Zusammenbrüche der schwachen Bienenvölker können wir nicht verhindern, aber mäßigen. Wir müssen Bienenvölker-Hüter werden und ein Freund der Varroa-Milbe. Sie ist Kern des Ganzen, Kern dessen, was wir außer Acht ließen. Und nun schauet hin auf den Auslöser, auf die fast vergessene Bedeutungslosigkeit der Landstriche in eurem Alltagsbewusstsein. Gehe hin und achte die Milbe wie dich selbst.

Die Verluste minimieren heißt, sich auf das Handeln zu verlassen. Du kannst dein Handeln ausrichten auf Aufhalten des Verfalls und doch findet dieser weiter statt. Du kannst den Verfall nicht aufheben, aber helfen, diesen aufzuschieben und helfen, den Verbliebenen die best mögliche Rückenstärkung zu geben. Dies ist dein Gebot: Du sollst die Schwachen stärken, aber du sollst nicht dienen dem Aufbruch einer Zeit, die nicht die unsere ist. Unsere ist die Zeit des Wandels. Sei ein Wandler, indem du Beobachter und Schützer bist, ein Begleiter der Degenerierten und ein Errichter der neuen Zukunft der Regenerierten. Unsere Bienen sind wohl eins der ältesten Haustiere des Menschen. Also behandle die Bienen auch wie deinen Hund oder Wellensittich. Wir haben jetzt die Völker der neueren Zeit, die da kommt nach dem Wandel. Maßnahmen können sein, die Varroa einzudämmen und die Varroa zu lieben als ein Wesen, das eine Daseinsberechtigung hat wie alles, was ist. Liebe das Milbentier als Wesen und schaffe so die Einheit im Volk, dezimiere die Milbe, aber rotte sie nicht aus. Die Milbe ist ein Wirtsucher die den Wirt braucht und wird sich diesen Lebens-Ast nicht selbst absägen. Schaue liebevoll auf die Milbe als Wesen der Ganzheit, schaue was sie uns getan hat. Kam sie nicht an, in einer Zeit, in der wir Menschen unsere Bienenweide als Ernährungsgrundlage für die Bienen völlig vergessen haben. Hat sie nicht viele veranlasst aufzuwachen, auf das Grün zu schauen und zu bemerken, hier fehlt Bunt. Bunt für die Biene wurde geschaffen von Menschen, die erkannten, dass die Biene die Vielfalt braucht zum Überleben und nicht die Monokulturen. Wären ohne Milbe nicht noch mehr Monokulturen, mehr Spritzmittel mehr Gene und weniger Blühfelder, wären ohne die Milbe nicht die Blicke weiter getrübt und die Landschaft vergessen bei dem immer mehr, immer größer immer weiter schreiten. Die Milbe, und sei sie auch klein, ist geschaffen, um Aufwachen zu demonstrieren. Abstraktes Aufwachen für den oberflächlichen Menschen, aber für den tiefer Fühlenden eine Einheit von Licht. Wir vergaßen die Bedeutung der Landstriche für den Erhalt der Biene, und nun vergesset nicht die Einheit des Ganzen und sehet den Zusammenhang. Bekämpfet nicht sondert integriert, minimieren und nicht beseitigen. Liebe deinen Nächsten und sei sein Name auch Milbe. Verneige dich vor dem Spinnentier wie vor mir und dir, da ist kein Unterschied, es ist nur ein anderes Wesen. Habt Dank und Freude.

Ein anderes Mittel ist die Liebe, die Liebe zu allem was ist. Liebe das was du nicht verstehst und was dir das Bienenhüterleben vermeintlich erschwert. Schaue dahinter und erkenne das Licht. Segne die Milbe und segne dich, seid eins und ihr ruhet in unserem Schöpfer.

Material für die Pyramide: Einen Kopf mit 8 mm Löchern aus einem Bastlerladen,4 Rundstäbe (8mm x 1 m) 2 Rundstäbe (12mmx2,4 m) die geteilt werden. In diese 12 mm Stäbe Löcher bohren und die 8mm Stäbe einschieben. Dies ist maßstabsgerecht eine halbe verkleinerte Cheops-Pyramide. Man kann sie auch mental bauen, wenn man kann und man kann wenn man will und sich traut. Also trau Dich. Euer Volker Ratingen den 09.02.2015

 

 

Bienen umfassend BodoPeter

ALLERLEI KRITISCHES ZUR BIENENHALTUNG
Hans Studerus

INHALT
Lieber Imker, der Bien möchte Dir etwas sagen 4 Fragwürdiges in der Bienenzucht
6 Biene und Klima 8 Biene, Wildtier oder Nutztier? 9 Biene und Honigerträge
10 Biene und Korbimkerei 12 Rhythmus in der Korbimkerei 13
Vom Schwarm und vom Schwärmen 14 Bienenschwärme richtig behandeln
15 Plädoyer für die Schwarmvermehrung 16 Bienenköniginnen 18 Kritisches
zur künstlichen Königinnenzucht 20 Bienenschwarm und Ablegerbildung
22 Wachsmittelwände, Brutzellengrösse und Wabenabstand 23 Von
den Drohnen 24 Biene und Schwänzeltanz 25 Biene und Sozialleben 26 Bienen
und die Angst 27 MDA-Splitter-System 28 Umgang mit Bienen? 29 Die
Mechanisierung in der Bienenhaltung 30 Bienenindustrie 32 Zur Winterauffütterung
der Bienen 33 Zur Nahrung der Biene 34 Tiere als Spezialisten
35 Zur Winterauffütterungszeit 36 Lieber Bienenfreund 37 Bruder Adam
und die Buckfastbiene 38 Was ist mit den Bienen los? 39 Studien zu Bienen
und Elektrosmog 40 Bienenkrankheiten 42 Biene und Mikroorganismen
43 Bakterien 44 Sauerbrutbekämpfungsstrategie 45 Sauerbrut, eine Erkältung
der Brut? 47 Biene und Hygiene 48 Liebe Bieneninspektoren 49 Aus
Forschung und Praxis 50 Die gute imkerliche Praxis 51 Biene, gesund oder
krank? 52 Wozu eine Imkerfortbildungsstätte notwendig wäre 53 Situation
und Aussicht der heutigen Bienenhaltung 54 Nachwort 61 Impressum 62
4
LIEBER IMKER, DER BIEN MÖCHTE DIR ETWAS SAGEN
Es ist nicht nur in aller Imker Munde, dass es uns Bienen nicht mehr gut geht
und ich möchte Euch erzählen wie wir die Lage sehen…
Bis ca. Mitte des 19.Jahrhunderts ging es uns eigentlich gut. Der Imker wusste
noch instinktiv wie er mit uns umgehen musste, damit er und wir zufrieden waren.
Wir durften uns ausschliesslich mit dem Schwärmen vermehren, wie wir es
seit Jahrtausenden gewohnt waren.
Mit dem Hochzeitsflug holte sich die Königin die Kraft ein langes Leben lang
Eier zu legen. Auch die Ernährung stimmte noch; Pollen und Nektar sind für uns
lebenswichtig und über den Winter liess uns der Imker ausschliesslich Honig im
Stock. Unsere Wohnung war stabil gebaut und das Mikroklima war wunderbar
passend für uns. Wir fühlten uns gesund und wohl. Die wenigen Eingriffe im
Frühling und Herbst ertrugen wir gerne für die Aufmerksamkeit des Imkers, welche
er das ganze Jahr über für uns hatte.
Nun aber begann eine neue Zeit. Die Imker wollten plötzlich mehr Honig von
uns ernten und dazu erfanden sie Erstaunliches: Eine Wohnung wo alle Waben
beweglich waren und nach Belieben vom Imker ausgewechselt werden konnten.
Auch mussten wir plötzlich so genannte Mittelwände ausbauen und konnten fast
keinen Wachs mehr produzieren, obwohl uns diese Arbeit immer stark gemacht
hatte. Auch begann nun der Imker schon im Frühling uns Honig weg zu nehmen,
was uns Angst machte und wir umso mehr sammelten, so dass wir am Abend
todmüde waren. (Dabei wäre der über den ganzen Sommer gesammelte Honig
auch für den Menschen der feinste und gesündeste) Über den Winter blieb uns
oft nur noch Waldhonig, welcher uns aber in seiner Einseitigkeit nicht gut tat.
Als nun Ihr Imker merkten, dass wir in der Not auch Zuckerwasser trinken,
füttert Ihr uns immer mehr mit diesem und glaubt, Zucker sei für uns ebenbürtig
wie Honig, zu unserer Beleidigung. Was uns aber am meisten Sorge macht,
ist, dass uns Bienen der natürliche Vermehrungstrieb weggenommen wird. Auch
wieder aus lauter Gier mehr Honig ernten zu können, wird uns der seit Urzeiten
existierender Trieb zur Vermehrung, der Schwarmtrieb, zum Teil sehr massiv
unterdrückt. Erstaunlich was Euch Imker dazu alles einfällt. Dazu kommt dieses
Züchten von unnatürlichen Bienenköniginnen welche schon nach zwei Jahren
wegen Schwäche ausgewechselt werden müssen, auf die aber die Züchter trotzdem
so stolz sind, dabei aber eigentlich nicht wissen was sie tun. Viele glauben
daran, dass sie deswegen den Honigertrag um das doppelte hätten steigern können,
wollen aber nicht einsehen, dass nur die Zuckerfütterung die Ursache ist.
Was auch kaum ein Imker weiss, ist, dass mit diesen, gegen die Natur erzeugten
Bienenköniginnen, unser Erbstrom geschwächt wird. Die Natur kennt
5
keine Innzucht, sondern Bastarde, Vielfalt. Man vergisst auch, dass wir Bienen
uns in den verschiedenen Regionen nicht mehr ganz heimisch fühlen können, da
wir ja aus ganz Europa zusammengemischt wurden von Euch Imkern. Heimisch
in einer Region, aber dort freie Vielfalt (nicht Innzucht), wäre das Zauberwort
gewesen.
Weniger dramatisch für unser Überleben , aber im einzelnen auch tödlich
für uns sind Gifte an und in den Pflanzen, Mobilfunkstrahlen, zeitweise Blütenarmut
oder Monokulturen. Die Varroamilbe, gegen die wir uns nicht wehren
können, dürfen, hätte euch Imker aufrütteln sollen, die Haltung und Pflege von
uns Bienen wieder zum Positiven zu verändern. Nun folgen noch sekundäre Erkrankungen
die Ihr Imker gar nicht mehr einzuordnen wisst und viele von uns
sterben, geschwächt an Lebenskräften.
Was tut Ihr Imker gegen all dieses? Ihr tut noch mehr Falsches, aus Angst
vor Krankheiten öffnet Ihr bald fast wöchentlich unser Heiligtum, das Brutnest,
stürzt Euch auf eine relativ harmlose Erkältungskrankheit von uns Bienen (Sauerbrut),
glaubt an den Unsinn diese eindämmen zu können, indem man tötet
und vergesst ganz ein Wort, auf das Ihr Euch wieder besinnen solltet: HEILEN.
6
FRAGWÜRDIGES IN DER BIENENZUCHT
Kannte man anfangs des letzten Jahrhunderts noch relativ wenige Bienenkrankheiten,
das Bienensterben in den Jahren 1906 und 1913 ausgenommen,
hat sich dies in den letzten Jahren enorm verändert. Die Gesundheit der Bienen
ist in Imkerkreisen zum Hauptthema geworden. Man sucht die Schuld
in der blumenlosen Landschaft, in Pflanzengiften, im Elektrosmog und ähnlichem.
Dass aber diese Problematik etwas mit der gängigen Methodik der
Haltung und Pflege der Bienen zu tun haben könnte, wird zu wenig beachtet,
ja diese Methoden wie Zuckerfütterung, Schwarmverhinderung, Mittelwandwaben
oder beweglicher Wabenbau werden auch von den Bieneninstituten
als optimal bezeichnet. So beschränkt man sich auf das Bekämpfen der Bienenkrankheiten
und hofft, mit extremen Hygienemassnahmen, Kontrollen,
Verjüngungsmethoden, Züchten oder gar Gentechnologie die Situation in den
Griff zu bekommen.
Es ist notwendig, dass die Methoden der heutigen modernen Bienenzucht
vermehrt hinterfragt werden. Im Zuge der Globalisierung hat sich in vielen
Menschen eine neoliberalistische und darwinistische Haltung allen Dingen
gegenüber entwickelt, welche alles rechtfertigt was Gewinn erbringt. Ausbeutung
wurde Normalität. Alles was kein Geld einbringt, scheint kein Lebensrecht
mehr zu haben auf dieser Erde. Eine Kuh, die gegen 20 Jahre alt werden
könnte, muss heute mit unnatürlicher Fütterung so viel Milch geben, dass sie
nach drei Kälbern (5–6 Jahre), geschwächt und unfruchtbar geworden, zum
Schlachthof muss. Ein Huhn, Lebensdauer 12 Jahre, wird als modernes Legehuhn
nach 12–14 Monaten entsorgt, weil die Legeleistung abnimmt. Auch
eine gezüchtete Bienenkönigin, so ist die Empfehlung, soll nach zwei Jahren
ersetzt werden, wobei Schwarmköniginnen bis 5 Jahre oft noch gute Leistungen
erbringen. So hat sich aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus eine
vom einzelnen Menschen eigentlich nicht gewollte, verachtende Haltung dem
Tierreich gegenüber eingestellt. Eine Gegenbewegung bildete allerdings der
Biolandbau.
Unter Bienen- oder Königinnenzucht versteht man im Allgemeinen das
Züchten innerhalb einer Bienenrasse; man will «schlechte» Eigenschaften
weghaben, die «guten» erhalten und verbessern. Die Objekte dieser Arbeit
sind Bienenkönigin und Drohnen. Die Königin des Bienenvolkes mit den
erhofften «besten» Eigenschaften wird in grosser Anzahl vermehrt. Zur Begattung
kommen Drohnen von ausgewählten Völkern (Belegstation). Dabei
besteht die Gefahr der Innzuchtfolgen (Innzuchtdepression), das heisst
7
Schwächung des Bienenwesens und damit Anfälligkeit (Immunschwäche) auf
Krankheiten.
Es wäre natürlicher nebst der Vermehrung über den Schwarm, auch die
Befruchtung der Bienenkönigin im Hochzeitflug, den freien Drohnen zu
überlassen, anstelle derjenigen der Belegstationen, oder gar die künstliche
Besamung zu propagieren. Auch sollte man möglichst in der Region heimische
Bienenköniginnen halten. Der Bienenschwarm ist die von der Natur gewählte
Einheit von Königin Bienen und Drohnen. Beim Ableger (künstlicher
Schwarm) müssen, fremde künstlich gezogene Königin, Bienen und Drohnen
zusammenleben. Je natürlicher die Biene gehalten werden kann, desto gesünder
wird sie sein.
WUSSTEN SIE, DASS EINE
ZUCHTKÖNIGIN SCHON
NACH ZWEI JAHREN ERSETZT
WERDEN SOLL, IM GEGENSATZ
ZU EINER SCHWARMKÖNIGIN
DIE BIS FÜNF JAHRE
FRUCHTBAR SEIN KANN?
8
BIENE UND KLIMA
Im nördlichen Europa und bis nach Sibirien hinein lebte seit Jahrtausenden
die Nordbiene, Apis mellifera mellifera. Es gefiel ihr in diesem doch oft
rauhen Klima und es fiel ihr nicht ein, in wärmere Gegenden abzuwandern.
Sie blieb dieser Gegend treu. Ebenso treu zu ihrer Umgebung verhielten sich
andere Bienenrassen, wie z. B. Apis m. iberica (Spanien), Apis m. ligustica
(Italien), Apis m. carnica (Balkan) oder Apis m. macedonia (Türkei). Keine
dieser Bienenrassen siedelt freiwillig in eine andere Region, obwohl dies theoretisch
und von den geographischen Möglichkeiten her denkbar wäre. Die
Natur einer bestimmten Region und die entsprechende Bienenrasse scheinen
miteinander innig verbunden zu sein. Wir können es auch ein Sichwohlfühlen
in einem bestimmten Klima nennen. Wie unwohl würden sich gar Bienen
fühlen wenn sie über Kontinente hinweg versetzt werden. Das Sichwohlfühlen
ist aber für Pflanze, Tier und Mensch eine Voraussetzung für Gesundheit.
Ich finde es nicht gerade vorbildlich, wenn das Bieneninstitut Liebefeld
Bienen aus Südfrankreich einkauft, nicht nur aus oben genannten Gedanken,
auch deshalb, weil doch gerade die Bieneninstitute vor dem Einschleppen von
Krankheiten warnen.
WUSSTEN SIE, DASS
BIS VOR CA. 150 JAHREN
MIT RELATIV EINFACHER
BIENENHALTUNG, OHNE
ZUCKERFÜTTERUNG,
HONIGERTRÄGE MÖGLICH
WAREN?
9
BIENE, WILDTIER ODER NUTZTIER?
Bis vor etwa 100 Jahren und früher, war unsere Hausbiene auch ein Wildtier.
Sie war des öfteren noch in unseren Wäldern anzutreffen. Dort lebte sie in
den noch vorhandenen Höhlen alter Bäume.
Heute ist es eine Seltenheit geworden, wenn man ein Bienenvolk findet,
welches im Walde lebt. Noch seltener ist es, dass ein solches Volk längere Zeit
dort überleben kann.
Ist es, weil im Walde kaum mehr Nistgelegenheiten vorhanden sind?
Ist es die heutige Trachtarmut?
Ist die Biene zu schwach geworden um in der Natur alleine, ohne den Menschen,
zu leben.
Ist die moderne Züchtung mit ihren Züchtungszielen der Grund.
Hat die moderne Bienenhaltung dieses Insekt zu sehr verwöhnt?
Wäre es nicht sinnvoll, zu versuchen, die Biene wieder in den Wald auzusiedeln?
Als Wildtier könnte die Biene eine wichtige Genresource darstellen. Die
Biene hat Jahrtausende als Wildtier in der Natur überlebt. Der Mensch hat sie
dabei auch immer begleitet, hat ihre Produkte geschätzt und sie langsam an
das Haus gewöhnt. Er hat es aber bis in die Mitte des 19.Jahrhundrt hinein in
einer bestimmten Art und Weise, einer instinktmässigen Methode, getan, sodass
die Biene, wie in der Natur noch als Wildtier, alles was sie brauchte, hatte.
Nahrung, Vermehrung und Behausung stimmte noch für sie. Und die Biene
war dabei gesund. Und das war so bis etwa Mitte 19. Jahrhundert.
Wenn wir jetzt aufmerksam beobachten was seither sich durch die moderne
Bienenhaltung alles verändert hat, für den Honigimker wohl zum Vorteil,
für die Biene aber war durchs Band alles nur nachteilig.
10
BIENE UND HONIGERTRÄGE
Hält man heute Bienen so, wie sie vor über 100 Jahren gehalten wurden
(z.B. in der Korbimkerei oder mit der Warrébeute), so zeigt sich eindeutig,
dass die Bienen einiges an Eigenaktivität und Vitalität eingebüsst haben. Sie
bringen, auch in guten Jahren, kaum Erträge und können ohne Zuckerfütterung
kaum überwintern. Damals hatte die Biene immerhin die Hälfte des
heutigen Honigertrages eingebracht. Die Biene ist auch krankheitsanfälliger
geworden (man hat jetzt eine Seuchenkasse eingerichtet) und sie wehrt sich
auch nicht gegen die Varroamilbe. Und trotzdem ist es so, dass mit der modernen
Betriebsweise etwa doppelte Honigerträge möglich sind. Dies auch von
Völkern welche dann schon im Vorwinter sterben. Wie kommen diese hohen
Erträge zustande? Tatsache ist, dass der ganze Fokus der meisten Imker darauf
ausgerichtet ist, den grösstmöglichen Honigertrag zu erwirtschaften. Diesem
Ziele dienen tatsächlich fast alle Massnahmen in der Behandlung und Pflege
durchs ganze Bienenjahr. Aber auch schon allein der Wille des Imkers, von
den Bienen möglichst viel Honig zu bekommen, hat möglicherweise schon
eine psychologische Wirkung auf dieses Tier, gerade so wie das Pferd die Peitsche
fürchtet wenn es den Wagen nicht zieht. Tiere können Angst empfinden
und sind relativ gefügig. Es ist auch ein Irrtum zu glauben, dass die «heilige
Kuh» Züchtung, sondern viel mehr die immer stärker gewordenen Zuckerfütterung
der Hauptgrund für die hohen Erträge ist. Dazu kommen die Monokulturen
wie Raps u. a. welche für Mehrertrag, aber auch für die Eintönigkeit
dieser Honige zeichnen. Dann werden die Völker schon früh im Jahr darauf
trainiert, eine möglichst grosse, aber unnatürliche Masse an Sammelbienen zu
haben, Drohnen dagegen werden künstlich eingeschränkt. Auch das Unterdrücken
des Schwarmtriebes steigert die Honigleistung. Früher war die Honigernte
im Herbst, heute wird schon im Mai, wenn möglich, geerntet, und folgt
eine Schlechtwetterperiode wird Zuckerwasser notgefüttert.
Die wohl extremste Methode um hohe Honigerträge zu erzielen ist die
sogenannte Brutdistanzierung nach Demarée. Dabei wird die Bienenkönigin
gezwungen so viele Eier zu legen, dass sie das Jahresende oft nicht mehr überlebt
(siehe SBZ 04/2011, Lothar Hartwig, Imkern – spannend wie ein Krimi).
Die hohen Honigerträge in der heutigen Zeit sind nur durch ausgeklügelte
Manipulationen seitens der Imker möglich.
Vor 150 Jahren kannte man Mittelwände und Zuckerfütterung nicht, man
vermehrte ausschliesslich über Schwärme und das Brutnest hatte durch den
stabilen Wabenbau ein gutes Mikroklima. Trotzdem erntete man immerhin
etwa die Hälfte des heutigen Honigertrages.
11
Nach einer Veröffentlichung von P. Fluri und R. Frick, Agroscope Liebefeld,
ist in der Schweiz der Honigertrag vom Jahr 1900 bis 2000 pro Volk und
Jahr im Durchschnitt von ca. 6 kg auf 10 kg gestiegen. In anderen Studien für
den selben Zeitraum von 7 kg auf 15 kg. Das Mittel vom Jahr 2001 bis 2003
betrug pro Jahr und Volk 17,7 kg.
12
BIENE UND KORBIMKEREI
In der alten Korbimkerei hielten die Imker, instinktiv oder aus altem
Wissen, die Bienen in einer viel artgerechteren Weise als dies in der modernen
Bienenzucht der Fall ist. Die Bienen konnten sich ausschliesslich durch
Schwärmen vermehren und ihr Futter bestand auch im Winter explizit aus
ihrem im Sommer gesammelten Honig. Dazu hatten sie ein stabiles Brutnest,
das heisst, ein perfektes Mikroklima über den ganzen Sommer und sie produzierten
den Wachs selber (keine Mittelwände). Die Bienen dankten dies mit
einer guten Gesundheit. Diese Methode war auch mit viel weniger Aufwand
verbunden und der etwas kleinere Honigertrag pro Volk war auch kein Problem.
Den oft zitierten Vorwurf an diese Methode, dass im Herbst viele Völker,
z. B. ein Drittel, aufgelöst wurde bei der Honigernte, relativiert sich, wenn man
bedenkt wie viele Bienenvölker und Königinnen in der heutigen modernen
Bienenhaltung vernichtet werden. Es werden schon viele Bienenschwärme aus
Angst vor Krankheiten abgetötet und ebenso zu kleine wie auch zu schwache
Völker. Dann gibt es die Empfehlung Bienenköniginnen die älter als zwei Jahre
sind zu ersetzen. Zerdrückt werden wohl auch die überzähligen Königinnen
aus der künstlichen Zucht. Dazu kommen noch hunderte von Bienenvölkern
welche jedes Jahr wegen Brutkrankheiten abgeschwefelt werden müssen.
Im Gegensatz zu heute, wo zu jeder Jahreszeit bald fast alles gemacht werden
kann, gab es früher noch Schwerpunkte im Jahr. Der Herbst war allgemein
die Erntezeit. Die Frucht des Feldes wurde eingefahren. Tiere wurden
geschlachtet und auch der Honig der Bienen geerntet. Wenn man die Tierhaltung
von damals mit heute vergleicht, kann man sagen, die Tiere hatten ein
glücklicheres Leben damals und dann ist der Tod auch weniger schlimm. Ein
erfülltes Leben fürchtet den Tod weniger.
13
RHYTHMUS IN DER KORBIMKEREI
1. Möglichkeit
Von zum Beispiel 14 Bienenvölkern behielt man im Frühling 7 Schwärme
und übersommerte somit 21 Völker. Im Herbst löste man die 7 Völker
auf welche 2 ½ Jahre alt waren und erntete allen Honig. Es überwintern die 7
Schwärme und dann die 7 Bienenvölker welche 1 ½ Jahre alt waren. Im Frühling
behielt man wieder 7 Schwärme welche von 1-jährigen oder 2-jährigen
Völkern stammen konnten. Es übersommerten wiederum 21 Bienenvölker.
Im Herbst erntete man dann wieder die 2 ½ Jahre alten Volker und löste sie
auf. Somit wurden alle Völker 2 ½ Jahre alt. Damit war die Erneuerung des
Wabenbaues gesichert. Und die Königinnen? Weil nun mit dem Vorschwarm
immer die alte Königin mit geht, konnte diese so alt werden wie es ihr von der
Natur aus möglich war. Sie konnte also bei dieser Methode des Imkerns älter
werden als das Volk. Über Nachschwärme konnten auch junge Königinnen
zum Zuge kommen.
Warum will man in der modernen Bienenzucht die Völker «ewig» erhalten?
Dafür müssen die künstlich gezüchteten Königinnen, weil sie wohl so
schwach sind, bald jedes Jahr ersetzt werden? In der Natur wird eine Königin
mehrere Jahre alt und die Bienen ca. 6 Wochen oder 6 Monate (Sommer- oder
Winterbienen). Jedes Lebewesen in der Natur hat seine Zeit des natürlichen
Todes.
2. Möglichkeit
Wenn nun von den 12 Bienenvölkern auch 12 Schwärme nachgezogen
wurden, wurden von den 24 übersommernden Völkern im Herbst 12 (die
Schwärme vom letzten Jahr) geerntet und dann aufgelöst. Es überwinterten also
nur Schwärme, welche im Frühling dann, einjährig, wiederum 12 Schwärme
liefern sollten.
Vermutlich wurden diese zwei Möglichkeiten auch variert angewendet.
Gibt es ein natürliches Alter im Bienevolk?
– eine Königin wird 4 bis 5 Jahre alt
– Wachs im Brutnest ist nach 4 bis 5 Jahren unbrauchbar
– Drohnen werden ca. 3 Monate alt
– Sommerbienen werden ca. 6 Wochen alt
– Winterbienen werden ca. 6 Monate alt
14
VOM SCHWARM UND VOM SCHWÄRMEN
Am jungen Apfelbäumchen hängen Mitte Mai zwei kleine Bienenschwärme
eng beieinander, wohl Nachschwärme. Ich schütte beide zusammen in eine
Schwarmkiste, lasse sie mit dem offenen Flugloch unter dem Bäumchen
stehen. Etwa eine Stunde später schaue ich nach. Es liegt eine tote Königin
neben der Kiste im Gras. Eine zweite hängt lebend am Kistengitter und will
zum Schwarm zurück. Ich schiebe sie durch die Flugöffnung hinein. Diese
Bienenkönigin hat die andere hinaus gejagt, getötet und den Rückweg durch
das Flugloch nicht mehr gefunden. Dieser Schwarm wurde bis zum Herbst
noch ein kräftiges Volk.
In den Bienenschwärmen finden sich die prächtigsten Königinnen, im
Vorschwarm ältere, im Nachschwarm junge. Der Schwarm gilt allgemein als
gesund und fleissig und auch an Varroamilben arm.
Bienenschwarm: die von der Natur gewählte Einheit von Königin, Bienen
und Drohnen, im natürlichen Jahresrhythmus.
Ableger: fremde Königin, Bienen und Drohnen müssen zusammenleben.
Stehen die Bienenvölker zu eng beieinander, erfassen beim Schwärmen eines
Volkes oft Bienen der anderen Stöcke das Schwarmfieber. Der Schwarm
erhält dann Bienen von mehreren Völkern.
«Nimmt man einem Bienenvolk, das schwärmen möchte, die Königin weg,
wird dieses Volk nicht mehr schwärmen. Macht man dies mehrere Jahre lang,
entsteht Disharmonie im Volk, es wird geschwächt und kann Kalkbrut bekommen.
» (Ernst Perkiewicz, Imkerlehrer Bienenversuchsanstalt Nürnberg.)
«Das Bienenvolk hat, gegenüber anders hoch entwickelter Organismen,
die Fähigkeit, mit dem 10. Teil der Normalgrösse noch überlebensfähig zu
sein. Beim «Gesundschrumpfen» können ganz andere Dynamiken spielen;
das zeigt der Abbau der Varroamilben von abgeschwärmten Völkern. Die Fähigkeit,
auf ein Minimum zu schrumpfen und wieder zu expandieren, ist ein
Hygienefaktor, der in der Imkerei noch kaum wahrgenommen wird. Es ist
übrigens auch bei den Überlebensversuchen auf Gotland beobachtet worden»
(Fries I. et Al. 2006).
15
BIENENSCHWÄRME RICHTIG BEHANDELN
Es scheint mir, dass bei Kursen für Jung- und Neuimker/innen zuwenig
auf die Behandlung von Schwärmen hingewiesen wird. Es ist völlig nicht nötig,
dass ein Vorschwarm in Kellerhaft gesetzt wird. Der Vorschwarm mit der
alten Königin, der um die Mittagszeit ausfliegt, sammelt sich in der Nähe des
Bienenstandes und man hat in der Regel etwa eine halbe Stunde Zeit um ihn
in eine Schwarmkiste zu tun. Dieser Vorschwarm kann noch am selben Abend
in eine neue Beute einlogiert werden. Er wird gerne bleiben und kann sofort
anfangen zu bauen, hat er doch für drei Tage Proviant bei sich. Bei schlechtem
Wetter soll er etwas gefüttert werden, sonst soll er auch fleissig selber sammeln.
Nachschwärme, die ja eine junge, unbefruchtete Königin haben, kann man
eine Nacht und einen Tag in Kellerhaft setzen, aber nicht länger, dann bleiben
sie auch sicherer. Überaschende Ausnahmen gibt es in der Bienenhaltung natürlich
immer wieder Die Natur kennt übrigens keine Kellerhaft. Auch ein
Nachschwarm will möglichst schnell bauen.
Ist man nicht sicher ob es sich um einen Vor- oder Nachschwarm handelt,
behandelt man ihn zur Sicherheit wie einen Nachschwarm.
Es ist mir etwas unbegreiflich wenn im Artikel von Christian Sacher in der
SBZ 05/2014 bei der Besprechung eines Königinnenkunstschwarmes 5 Tage
Kellerhaft empfohlen werden, bis die ersten Bienen tot zu Boden fallen und
dann erst soll gefüttert werden. Ein solchermassen behandeltes Volk ist ja total
geschwächt und gerade anfällig für diverse Krankheiten. Im Gegensatz zu einem
solchen Kunstschwarm strotzt ein natürlicher Schwarm vor Gesundheit.
WUSSTEN SIE, DASS, WENN
EIN VOLK SCHWÄRMEN WILL,
ES OFT ZWEI WABENSTRÄNGE
NEBENEINANDER BAUT, ALS OB ES
DEN WILLEN ZUR TEILUNG ZEIGEN
MÖCHTE?
16
PLÄDOYER FÜR DIE SCHWARMVERMEHRUNG
Die Vermehrung der Bienenvölker über Schwärme ist in den letzten Jahrzehnten
immer mehr, insbesondere von den Bieneninstituten und den Züchterorganisationen,
als altmodisch, inneffizient, risikoreich und nicht erfolgreich
hingestellt worden. Dabei wird intensiv für die künstliche Königinnenzucht
und das Ableger machen geworben ohne auf die negativen Seiten dieser
unnatürlichen Methoden einzugehen. Nun ist die Schwarmvermehrung
aber die Methode mit der die Natur seit tausenden von Jahren die Biene hat
überleben lassen und dabei allen Krankheiten getrotzt hat, ohne menschliche
Eingriffe. Auch der Mensch hat bis über die Mitte des 19. Jahrhunderts diese
Vermehrungsart den Bienen überlassen und die Bienenkrankheiten waren
wenig Thema. Dass Bienenschwärme Krankheiten übertragen können ist eine
Vermutung, bewiesen ist, dass Schwärme relativ frei von Varroamilben sind.
Trotzdem wird, vor allem bei fremden Schwärmen, die radikale Vernichtung
empfohlen. Diese Angst vor Krankheiten wurde noch weltweit verstärkt
durch die von der Pharmaindustrie angezettelte Hysterie der Seuchengefahren
(siehe Vogel- und Schweinegrippe).
Die natürliche Vermehrung der Bienen über den Schwarm hat aber viele
Vorteile, welche wieder vermehrt wahrgenommen werden sollten. Der Bienenschwarm
ist – die von der Natur gewählte Einheit von Königin, Bienen
und Drohnen-, im Gegensatz zu einem Ableger bei dem Königin, Bienen und
Drohnen von verschiedenen Völkern zusammen leben müssen. Auch bei der
Schwarmvorwegnahme wird verhindert, dass sich Königin, Bienen und Drohnen
selber finden, immerhin bleibt die Königin bei den Bienen vom gleichen
Volk. Wird eine fremde Bienenkönigin in ein weiselloses Volk eingesetzt, ist
dies auch nur mit List und Zwang möglich (längere Käfighaltung ).
In den Schwärmen finden sich die prächtigsten Königinnen, im Vorschwarm
ältere, im Nachschwarm junge. Übrigens wird eine künstlich gezüchtete
Königin im Durchschnitt ein Jahr weniger alt, wobei bei diesen sowieso
laut Züchtern die Empfehlung gilt, sie nach zwei Jahren wegen Altersschwäche
zu ersetzen (eine natürlich entstandene Bienenkönigin kann bis zu 5 Jahre
leistungsfähig sein!)
Eine natürlich entstandene Bienenkönigin entwickelte sich von Anfang an
in einer Königinnenzelle (Näpfchen), im Gegensatz zu einer künstlich gezüchteten
welche ihre Anfangsentwicklung, die ersten 4–5 Tage, in einer sechseckigen
Bienenzelle durchlebt.
Was die so genannte Nachschaffungskönigin betrifft (die Bienen ziehen
eine solche in einer Notsituation nach), wird diese allgemein als nicht vollwer17
tige Königin beurteilt, da sie meistens im nächsten Jahr durch Umweiselung
ersetzt wird. Diese Nachschaffungskönigin hat mit der gezüchteten Königin
gemeinsam, dass sie in den ersten 4–5 Tagen als Ei und Made in einer sechseckigen
Bienenzelle heranwächst und dann ins Königinnennäpfchen wechselt.
Diese Notlösung wird in der modernen Königinnenzucht durchwegs zur
Norm gemacht
Wenn dann einer solchen Zuchtkönigin noch die Flügel gestutzt werden,
ein Nummernschild auf den Rücken geklebt wird und sie noch künstlich besamt
wird, muss man sich nicht wundern, wenn durch eine solche Mechanisierung
sie in ihren Lebenskräften geschwächt wird. Übrigens finden sich nur
bei Schwarmköniginnen nach dem Schlüpfen im Näpfchen noch Reste von
Gelee Royale, was heisst, dass diese Königinnen in Fülle geboren werden, im
Gegensatz zu künstlich gezüchteten.
«In den sechzigern Jahren stellte die Lehr- und Versuchsanstalt für Bienenzucht
in Marburg durch Versuche fest, dass Völker, welche im Herbst noch
eine junge gezüchtete Königin erhielten, mittlere bis starke Nosema bekamen.
Still umgeweiselte Völker hatten diese Krankheit im Frühling nicht» (Matthias
Thun: Die Biene, Haltung und Pflege).
«Nimmt man einem Bienenvolk, welches schwärmen möchte, die Königin
weg, wird dieses Volk nicht mehr schwärmen. Macht man dies mehrere Jahre
lang, entsteht Disharmonie im Volk, es wird geschwächt und kann z.B. Kalkbrut
bekommen» (Ernst Perkiewicz, Imkerlehrer an Bienenversuchsanstalt
Marburg).
Ich bin der Meinung, dass das Schwarmgeschehen und der Schwarm selber,
etwas vom gesündesten und wertvollsten in der Bienenhaltung überhaupt
ist. Dazu der Imkermeister und Biologe Guido Eich in einem Vortrag vom
28. Nov. In Bivange: «Ein Volk das schwärmt ist gesund, denn nur gesunde
Völker wollen schwärmen, deshalb kann jeder zugeflogene Bienenschwarm
einlogiert werden». Auch der freie Hochzeitsflug (Begattung) der Königin
kann durch keine künstliche Methode wirklich ersetzt werden. Diese zwei
Abläufe, Schwarmtrieb und Hochzeitsflug, sollten absolut ein Naturgeschehen
bleiben. In der allgemeinen Bienenhaltung der Mobilbauweise werden in
mancher Hinsicht schon allzu viele unnatürliche Eingriffe vorgenommen. Da
sollte wenigstens die Vermehrung, als das Wichtigste und Geheimnisvollste in
der Natur, auch der Natur überlassen werden.
18
BIENENKÖNIGINNEN
Früher lebte eine Bienenkönigin bis zu 5 Jahre in ihrem Volke. Später hiess
es, eine Königin, älter als 4 Jahre sei nicht mehr leistungsfähig. Dann kam die
Empfehlung, eine Bienenkönigin solle nicht älter als 3 Jahre sein. Nun wird
schon empfohlen, die Königin nach 2 Jahren zu ersetzen. Wann kommt die
Empfehlung sie jedes Jahr auszuwechseln? Sie ist schon da, denn in der modernsten
Bienenhaltung werden jetzt die Königinnen jedes Jahr erneuert!
Der nächste Schritt wäre logischerweise das «Aus» der Bienenzucht, denn,
jüngere Bienenköniginnen gibt es nicht.
Das Ganze zeigt auch wie gezüchtete Bienenköniginnen immer geschwächter
werden. Die ganze Tierzucht allgemein ist in der Tendenz, dass
immer jüngeres «Material» überhaupt noch lebensfähig ist.
«… dass aber in hundert Jahren die ganze Bienenzucht aufhören würde,
wenn man nur künstlich gezüchtete Königinnen verwenden würde.» R. Steiner,
10.11.1923.
«Die Bienenzüchter können sich zwar ausserordentlich freuen über den
Aufschwung, den seit kurzer Zeit die Bienenzucht genommen hat, aber diese
Freude, die wird keine hundert Jahre halten.» R. Steiner, 1923.
Eine natürlich entstandene Königin entwickelt sich von Anfang an in einer
Königinnenzelle (Näpfchen). Eine gezüchtete beginnt ihre Entwicklung die
ersten 4–5 Tage in einer sechseckigen waagerecht liegenden Bienenzelle.
Eine künstlich gezüchtete Bienenkönigin wird im Durchschnitt ein Jahr
weniger alt.
Die Nachschaffungskönigin (Die Bienen ziehen eine solche in einer Notsituation
heran) wird allgemein als nicht vollwertige Königin beurteilt. Sie wird
meistens im nächsten Jahr durch Umweiselung ersetzt. Die Nachschaffungskönigin
hat mit der künstlich gezüchteten Königin gemeinsam, dass sie in den
ersten 4–5 Tagen, als Ei und Made, in einer sechseckigen Bienenzelle heranwächst.
Die Nachschaffungskönigin – eine weise Notlösung der Natur.
In den Sechzigern Jahren stellte die Lehr- und Versuchsanstalt für Bienenzucht
in Marburg durch Versuche fest, dass Völker, welche im Herbst noch
eine junge, künstlich gezüchtete Königin erhielten, mittlere bis starke Nosema
hatten. Still umgeweiselte Völker hatten diese Krankheit nicht. (Matthias
Thun: «Die Biene, Haltung ung Pflege»).
Die Bienenkönigin beginnt mit der Eiablage in der Wabenmitte und fährt
spiralförmig nach aussen weiter.
19
Es gibt nur drei künstlich (durch Kreuzung) erzeugte Bienenrassen: die
Buckfastbiene von Bruder Adam, die «Killerbiene» in Brasilien und die Elgonbiene
(Schweden).
WUSSTEN SIE, DASS
EINE SCHWARMKÖNIGIN
IM GEGENSATZ ZU EINER
KÜNSTLICH GEZÜCHTETEN
KÖNIGIN IM DURCHSCHNITT
UM EIN JAHR ÄLTER WIRD?
20
KRITISCHES ZUR KÜNSTLICHEN KÖNIGINNENZUCHT
Anfangs des 20. Jahrhunderts begann in der Bienenhaltung die künstliche
Königinnenzucht.
Seither sind durch künstliche Kreuzung drei neue Bienenrassen entstanden.
Es sind die Buckfastbiene von Bruder Adam (England), die «Killerbiene»
(Brasilien) und die Elgonbiene (Schweden). Wenn man heute im Allgemeinen
vom Züchten in der Bienenhaltung spricht, versteht man in der Regel nicht
das Züchten einer neuen Bienenrasse, sondern das Verbessern der Eigenschaften
innerhalb einer Rasse. Als gute Eigenschaften erhofft man sich
– höhere Honigerträge
– Schwarmträgheit
– starker Putztrieb
– schwächere Stechlust
– Wabentreue und anderes.
Von einem Volk, das diesen Züchtungszielen möglichst nahe kommt,
züchtet man nun künstlich Königinnen nach und bildet damit Ableger oder
ersetzt andere Königinnen.
Es ist bekannt, dass man beim Züchten mit Insekten nicht so schnelle Erfolge
hat wie mit Wirbeltieren. Viele Imker glauben aber an einen Erfolg dieser
auch sehr interessanten Arbeit. Der Handel mit diesen Königinnen ist auch
ein kleiner Nebenverdienst. Andere Imker wiederum stellen den Nutzten und
Erfolg überhaupt in Frage.
Zum Honigertrag: Laut Statistiken hat sich der Honigertrag in der Schweiz
in den letzten 100 Jahren etwa verdoppelt. Dies wird allgemein als Zuchterfolg
gewertet. Doch dieser höhere Honigertrag ist nun eigenartigerweise auch
bei Schwarmimkern der Fall, welche keine künstlich gezüchteten Königinnen
verwenden. Meiner Meinung nach ist dieser höhere Honigertrag nicht auf das
Züchten zurück zu führen, sondern eher darauf, dass den Bienen immer mehr
Honig entnommen wird und die Zuckerfütterung immer massiver geworden
ist. Als Beispiel: bereits die Schwärme oder Ableger werden zu fast 100% mit
Zuckerwasser aufgefüttert. Dann wird im nächsten Frühjahr zur Volkserstärkung,
heute zwar etwas weniger, eine Reizfütterung gemacht. Anfangs Juni
wird Honig geerntet. Folgt eine Trachtlosigkeit wird notgefüttert. Ende Juli
erfolgt evtl. die Schlussernte und es wird für den Winter aufgefüttert. Es gab
noch eine Zeit, da war nur eine Herbsternte mit Auffütterung üblich. Noch
früher, um ca.1850 und vorher fütterte man, wenn überhaupt, Honig, nicht
Zucker. In der gleichen Art wie der Honigertrag in den letzten 100 Jahren
21
gestiegen ist, ist auch die Futtermenge an Zucker gestiegen. So betrachtet ist
nicht das Züchten der Grund für einen höheren Honigertrag.
Ob das Züchten einen besseren Putztrieb hervorgebracht hat, ist nicht
eruierbar. Allerdings zeigen die Rothenbühler – Versuche in den USA (Zeit
online, 1964 «Sanfte Bienen sind schlampig») deutlich, dass beim gezielten
Kreuzen von Königinnen auf Sanftmut, weniger Stechlust auf Kosten des
Putztriebes geht. Auch das Züchten auf Schwarmträgheit hatte zum Glück
keinen Erfolg. Man hätte ja sonst die natürliche Vermehrungsart der Bienen,
mit der sie Jahrtausende gesund überlebt haben, zunichte gemacht. Wenn das
Schwärmen verringert werden konnte, waren und sind es immer andere fragwürdige
Manipulationen. Ebenso treten stechlustige Völker auf allen Ständen
immer wieder mehr oder weniger auf.
Es ist nicht bewiesen, ob irgendwelche Züchtungsziele wirklich erreicht
wurden. Trotzdem gibt es viele Imker und Züchtergruppen welche daran
glauben. Vor allem glauben sie nun aber auch, mit dieser Art Züchtung alle
Probleme in der Bienenzucht lösen zu können: man möchte Bienen welche
die Varroamilbe selber entfernen oder überhaupt resistent gegen Krankheiten
sind usw.
Es gibt erfahrene Imker welche auf diese Problematik hinweisen. So sagt
z.B. Dr. Peter Rosenkranz, Univ. Hohenheim: «In Bezug auf die Varroabekämpfung
als grösstes Problem in der Bienenhaltung wird man über die Zucht
kaum Erfolg haben.» Guido Eich, Imkermeister und Diplombiologe am Bieneninstitut
Celle: «Über die Zucht werden wir die Bienenkrankheiten nicht in
den Griff bekommen.» Er empfiehlt in einem Vortrag über «Korbimkerei» die
natürliche Volks- und Königinnenvermehrung.
Von negativen Folgen dieser Züchterei wird eigentlich kaum gesprochen.
Werden nämlich diese gezüchteten Königinnen auf die Belegstation gebracht,
wird durch einseitige Drohnenauswahl die Inzucht gefördert. Man spricht von
Inzuchtdepression. Das ist Fitnessverlust (Verlust von Lebenskräften), Schwächung
der Fruchtbarkeit und der Krankheitsresistenz.
Zusammen mit der etwa seit 100 Jahren immer stärker gewordenen, nicht
artgerechten Zuckerfütterung und der regelmässigen Gabe von Altwachs
(Mittelwänden), wie auch dem Mobilbau, wo bei den vielen Eingriffen durchs
Jahr das Mikroklima im Brutnest gestört wird, die zeitweise Trachtarmut,
Pflanzengifte, Mobilfunk u. a. ist die Belastung für das Bienenwesen wohl zu
gross geworden.
22
BIENENSCHWARM UND ABLEGERBILDUNG
Der Begriff Ablegerbildung kommt wohl aus der Pflanzenzucht. Es ist eine
Technik aus der vegetativen Vermehrung, bei der keine Samen verwendet werden.
Der Staudengärtner weiss, dass wenn er von einer Pflanze einen Steckling
macht und dieser dann gross geworden ist, aus ihm wieder ein Steckling gemacht
werden kann. Er weiss aber auch, dass wenn er dies etwa ein Dutzend
mal wiederholt hat, die Stecklingspflanzen immer schwächer und anfälliger
gegen Krankheiten werden. Deshalb beginnt er die Vermehrungsarbeit mit
einer neuen Mutterpflanze welche aus einem Samen gezogen wurde. Was für
die Pflanzen gilt, gilt auch in einem gewissen Sinne für dieVermehrung der
Bienen. Wird in der Bienenzucht aus einem Ableger im nächsten Jahr wieder
ein Ableger gemacht und dies jahrelang wiederholt, kann dies eine Schwächung
des Bienenwesens zur Folge haben. Wenn dann zum Ableger noch eine
künstlich gezüchtete Königin dazu kommt, ist der Zusammenhalt zwischen
Ableger und Königin nie so stark wie bei einem natürlich entstandenen Bienenschwarm
und verursacht eine zusätzliche Schwächung des Bienenwesens.
Der Vergleich hinkt etwas, aber es ist als ob einem solchen Ableger der lebensstarke
«Same» fehlt. Damit meine ich das Schwärmen und den Hochzeitsflug.
23
WACHSMITTELWÄNDE, BRUTZELLENGRÖSSE UND
WABENABSTAND
Fast alle Arten der Honigbienen auf dieser Erde brüten ihre Arbeitsbienen
in Brutzellen mit einer durchschnittlichen Grösse von 5mm. Die ursprüngliche
mitteleuropäische dunkle Biene, Apis mellifera mellifera baute noch vor
etwa 150 Jahren einen Zellendurchmesser von deutlich unter 5mm.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Wachsmittelwand
erfunden. Der Imker lötet diese bis heute in die Wabenrähmchen ein. Die Bienen
müssen dadurch weniger Wachs ausschwitzen und haben so mehr Kraft
zum Honig sammeln. Eine Wachsmittelwand wiegt in etwa 100 Gramm. Ist
sie von den Bienen zur vollständigen Wabe ausgezogen, wiegt sie noch immer
um die 100 Gramm. Weiter wurden in der Wachsmittelwand Brutzellen vorgestanzt,
an deren Grösse sich die Bienen beim Ausziehen der Waben hielten.
Dadurch wurden die Bienen insbesondere daran gehindert, Brutzellen für
männliche Drohnen zu bauen. Arbeiterinnen werden als produktiv betrachtet,
weil sie Honig sammeln. Drohnen werden als unproduktiv betrachtet, weil
sie nicht sammeln können und trotzdem Futter als Energiequelle brauche. Der
belgische Bienenforscher Ursmar Baudour plädierte 1893 sogar dafür, den
natürlichen Zelldurchmesser zu vergrössern, damit in den von den Bienen
ausgebauten Zellen auch grössere Bienen heranwachsen können, welche mehr
Honig eintragen. Die natürliche Zellgrösse der westlichen Honigbiene wurde
so von deutlich unter 5mm auf heute 5.4mm angehoben. Die Konsequenzen
aus dieser Veränderung sind unerforscht, niemand weiss, welche unerwünschten
Nebeneffekte wir uns damit eingebracht haben.
Wenn man heute auf einer natürlichen Bienenwabe, wie sie von den Bienen
in freier Natur gebaut wird, den Zelldurchmesser misst, stellt man fest,
dass auf ein und derselben Wabe alle Zellmasse von 4.8 mm bis 5.4 mm vorkommen.
Die Biene baut also divers, nicht normiert! Auch hier können wir
die positiven und negativen Effekte nur erahnen. Auch der Abstand zwischen
den einzelnen Waben war früher mit rund 32 mm kleiner als heute. Zusammen
mit den kleineren Zellen war dies vielleicht der Grund, dass die Bienen
früher schon nach 19 Tagen ausschlüpften.(Franzois Huber, 1791). Heute brütet
die Honigbiene 21 Tage auf Wabenabständen von 35mm.
Die Bienen sind heute also grösser als früher. Ob aber ihre Lebenskräfte
auch grösser geworden sind, darf man bezweifeln. Die relevante Honigertragssteigerung,
die im 20. Jahrhundert einsetzte, hatte wohl eher den Grund
einer immer massiveren Zuckerfütterung und dürfte kaum auf die Vergrösserung
der Wabenzellen und Wabenabstände zurückzuführen sein.
24
VON DEN DROHNEN
Weil die Varroamilbe sich gerne in der Drohnenbrut einnistet, wird empfohlen
möglichst Drohnenbrut aus dem Bienenstock zu entfernen um die Milbenzahl
zu reduzieren. Drohnenbrut regelmässig auszuschneiden wurde aber
schon empfohlen als es die Varroamilbe bei uns noch nicht gab. Die Drohnen
wurden als unnütze Fresser betrachtet, welche dem Imker den Honig wegnehmen.
Um eine Königin zu begatten braucht es ja nur ein Dutzend Drohnen
und nicht hunderte. Warum die Bienen eine scheinbar zu grosse Anzahl von
Drohnen pflegen, findet man eine unnötige Verschwendung. Das könnte aber
falsch gedacht sein. Je mehr man nämlich die Abläufe in der Natur beobachtet
und studiert, desto mehr stellt man eine hohe Intelligenz hinter dieser Natur
fest, welche seit Jahrtausenden funktioniert. Auch die hohe Drohnenzahl in
einem Bienenstock hat wohl einen Sinn, wir haben ihn einfach noch nicht herausgefunden.
Leider hat die Varroamilbe nun noch den Nebeneffekt, dass die
Berechtigung zum Herausschneiden der Drohnenbrut noch verstärkt wird.
25
BIENE UND SCHWÄNZELTANZ
Man studiere die Arbeiten der Bienenforscher Karl von Frisch, Martin
Lindauer und Thomas D. Seeley. Eine Biene hat eine Trachtquelle entdeckt
und möchte sie ihren Artgenossinnen mitteilen. Sie vollführt den Schwänzeltanz,
bei dem die Mittelachse die Richtung wo die Sonne scheint, anzeigt.
Auch die Abweichungen nach links oder rechts gibt sie so an. Die Dauer zeigt
die Distanz an (1 sec. Ca. 1000 m). Weil die Biene ja nicht sprechen kann, setzt
sie so Zeichen wie die Menschen ihre Schrift haben. Dies sollen nun die anderen
Bienen lesen können wie eine Schrift. Scheinbar können die Bienen dies.
Das Ganze setzt aber eine Fähigkeit voraus, ohne das dies nicht möglich ist,
nämlich, denken können. Die Bienen können nicht sprechen, aber sie können
«schreiben» und «lesen» und irgendwo muss etwas auch denken, entweder
im Kopfe oder ausserhalb der Biene. Weil das Denken aber ein unsichtbares
Geschehen ist, kann man nicht sagen wo genau gedacht wird.
WUSSTEN SIE, DASS DER
ERSTAUNLICHE SCHWÄNZELTANZ
TROTZDEM NICHT ERKLÄRT WIE DIE
BIENE IHRE FUTTERQUELLEN UND
ANDERES FINDET?
26
BIENE UND SOZIALLEBEN
Einer für Alle und Alle für Einen. Je mehr der Einzelne für die Gemeinschaft
tut, desto besser geht es den Einzelnen (R. Steiner). Was die Menschheit
in Zukunft noch lernen muss, wenn sie nicht in einer Katastrophe enden will,
können die Bienen schon lange. Ihr Sozialleben ist vorbildlich. Ohne rauben
zu müssen, kommen sie zu ihrem Pollen und stellen gleichzeitig die Bestäubung
vieler Blüten sicher. Auch der Nektar, den sie zu Honig umwandeln
können, wird ihnen von der Natur gerne geschenkt. Die Bienenkönigin legt
unermüdlich tausende von Eiern und hat immer ein Dutzend Begleitbienen
um sich, welche sie, wenn nötig, füttern. Ohne sich zu streiten werden alle
die verschiedenen Arbeiten im Stock aufgeteilt und erledigt. Fällt eine Biene
durch Tod aus wird sie sogleich ersetzt. Aber es werden auch Bienen, welche
eine Zeit lang scheinbar nichts tun, geduldet, wie auch die Drohnen, von denen
man annimmt, dass sie nur zur Befruchtung der Königin da sind.
27
BIENEN UND DIE ANGST
Wenn heute ein Bienenschwarm in den Wald fliegt, z. B. in einen hohlen
Baum, baut er sich ein Nest, sammelt Pollen und Nektar und brütet bis zum
Herbst junge Bienen aus. Über den Winter aber stirbt er meistens ab. Noch
vor hundert Jahren war das nicht so. Da gab es öfters Bienenvölker welche
mehrere Jahre ohne den Imker irgendwo überlebten. Das Bienenvolk stirbt
aber heute nicht etwa nur wegen der Varroamilbe, sondern weil es schlichtweg
nicht mehr fähig ist genügend Wintervorrat zu sammeln, und zwar auch dann,
wenn ein gutes Trachtjahr ist, wie z.B. 2012. Warum ist das so? Die moderne
Bienenhaltung besteht, seit etwa 100 Jahren, aus diversen Eingriffen, die mit
List und sanftem Zwang durchdacht, durchs gesamte Bienenjahr sich ziehen.
Das Hauptziel dabei ist immer ein noch grösserer Honigertrag. Dies ermöglicht
nun z.B. auch der Mobilbau. Diese Erfindung war vielleicht doch nicht
so segensreich wie man immer noch glaubt. Das Brutnest wird nach Belieben
erweitert oder eingeengt, Waben werden ausgetauscht, Drohnenbrut vernichtet,
Ableger gemacht, Weisel ausgebrochen, künstlich gezüchtete Königinnen
zugesetzt und vieles andere. Jedes mal aber, wenn nun dabei der Bienenstock
geöffnet wird, bekommen es die Bienen mit der Angst zu tun. Sofort hören sie
mit ihrer normalen Tätigkeit auf und füllen sich den Magen mit einem dreitägigen
Vorrat an Honig. Sie rechnen damit, fliehen zu müssen. Da sie sich aber
ihrer Brut verpflichtet fühlen, fliehen sie erst in Todesnot, z.B. bei einem Feuer.
Es ist auch bekannt, dass die Biene, schockiert durch die Honigentnahme des
Imkers, die leeren Waben sehr schnell wieder füllen will, wohl aus Angst zu
verhungern. Aus diesen vielen Angstschüben heraus, welche die Biene erleben
muss, wird sie gezwungen tätig zu sein und damit erklären sich auch, zusammen
mit der enormen Zuckerfütterung und gewissen Monokulturen (Raps
usw.), die grossen Honigerträge. Schubst und stösst man die Biene aber nicht
das ganze Jahr, stellt sich heraus, dass sie etwas von ihrer Eigenständigkeit und
Vitalität verloren hat. Es ist als ob die Biene, wenn sie ohne Angst leben kann,
das Leben nicht mehr richtig einschätzen kann und nicht mehr genug Futter
für den Winter sammelt.
28
MDA-SPLITTER-SYSTEM
Mel Disselkoen (Michigan, USA) meint, dass das grundlegende Gesetz in
der Kunst der Imkerei sei, grosse und starke Völker zu haben, das heisst, den
höchst möglichen Honigertrag zu erwirtschaften. Dabei wird mit vielen bienenbelastenden
Eingriffen durchs ganze Jahr gearbeitet. Die Bienen werden
überlistet, ähnlich der Methode von Demarée, grosse Mengen von Brut und
Honig zu erzeugen. Mit einer künstlichen Brutpause wird auch versucht die
Varroamilbe aus zu tricksen. Des weiteren wird z. b. jede überwinterte Königin
im Frühling ersetzt durch eine junge. Die Lebenskraft der mit «Auf-den-
Punkt-System» erzeugten Königinnen sei bemerkenswert, doch im nächsten
Jahr sind sie schon nicht mehr brauchbar. Dies wird dann als hochqualifiziert
bezeichnet. Es werden zweimal im Jahr, im Mai und im Juni, Ableger gemacht,
welche dann als einzige Völker überwintern. Dauernd werden Völker geteilt
und wieder zusammen geschachtelt. Immer mehr wird nur noch auf jüngstes
Material gesetzt, weil da noch Kräfte vorhanden sind. Diese jungen Kräfte
werden dann durch mechanische Manipulation so stark zu einer Leistung gedrängt
dass sie nach einem Jahr aufgebraucht sind. Nicht klar ist auch, wenn
Mel Disselkoen einerseits von 70% und ein andermal von nur 10% Verlusten
im Winter spricht. Von harmonischen Bienenvölkern kann nicht mehr die
Rede sein, die Völker bestehen aus gestressten, zersplitterten Volksteilen. Das
Wort Bienenschwarm scheint nicht mehr bekannt zu sein.
WUSSTEN SIE, DASS INSEKTEN,
ALSO AUCH DIE BIENEN, KEINEN
TIERSCHUTZ GENIESSEN?
29
UMGANG MIT BIENEN?
Ein Imker empfiehlt in der SBZ bei gewissen Königinnenkunstschwarmverfahren
bis zu 5 Tagen Kellerhaft. Wenn die ersten Bienen absterben, soll
erst gefüttert werden. In der Natur gibt es aber gar keine Kellerhaft. Ein Vorschwarm
braucht auch keine Kellerhaft.
In der SBZ macht ein Leser den Vorschlag, bei Ausbringung von Insektiziden
usw. in der Landwirtschaft, sollen die Bienen ein paar Tage mit einem
grossen Netz eingesperrt werden.
Damit sich die Varroamilben nicht weiter vermehren können, wird mitten
im Sommer die Bienenkönigin 25 Tage in ein kleines Gitter auf der Wabe eingesperrt
und zum Nichtstun verdammt.
Damit sie nicht wegfliegen kann, werden der Bienenkönigin manchmal
die Flügel gestutzt.
Imkersprache?: Die Varroamilbe bekämpfen, ausrotten, die Königin 25
Tage einsperrenden, den Schwarm aushungern lassen, den Schwarm in Kellerhaft
setzen, Bienen abschwefeln, Drohnen ausschneiden, Königin zerdrücken,
Schwarm in Kiste schütteln, in die Beute schlagen, der Königin die Flügel stutzen,
Drohnenschlacht, das Volk «auflösen»…
Oder: Flugloch beobachten, leben lassen, zur Ruhe kommen, schwärmen
lassen, Geduld, Sanftmut, Stille…
30
DIE MECHANISIERUNG IN DER BIENENHALTUNG
Welche Intelligenz steuert das Bienenleben? Ein Bienenvolk weiss übers
ganze Jahr die richtige Tätigkeit zu entfalten damit sein Überleben gesichert
ist. Der «Bien» weiss wann es Zeit ist, Jungköniginnen nachzuziehen, er weiss
wann die Drohnen zu entfernen sind, findet mit Sicherheit die Trachtpflanzen,
oder spürt ob ein Gewitter im Anzug ist, usw.
Die Biene lebt und arbeitet, wie übrigens ja alle Tiere, in Rhythmen, sie lebt
und arbeitet im Tagesrhythmus, im Jahresrhythmus, sie geht mit dem Sonnenrhythmus
und nach neuesten Forschungen auch mit dem Mondenrhythmus,
usw. Dieses Leben und Arbeiten in Rhythmen gibt der Biene Kraft. Wenn wir
Menschen irgend etwas in einem bestimmten Rhythmus tun, fällt uns dies ja
auch leichter. In diesen Rhythmen konnte das Bienenvolk seit Jahrtausenden
und bis ca. Mitte des 19. Jahrhunderts leben. Der Imker liess der Biene diese
Art des Lebens weil er dessen Wichtigkeit spürte.
Nun begann seit etwa 150 Jahren der Mensch immer stärker, aus wirtschaftlichen
Gründen, in die natürlichen, rhythmischen Abläufe im Bienenleben
einzugreifen. Was früher eine lebendige Tätigkeit der Bienen war, wird
durch den Menschen mechanisch ersetzt; z.B. die Wabenbauerneuerung, die
Königinnennachzucht, die Fütterung und andere.
Man täuscht die Bienen durch Reizfütterung in der Jahreszeit, oder man
täuscht ihnen durch Notfütterung eine Tracht vor. Dem Schwarm wird beim
Start durch eine fast 100% Fütterung mit Zucker das eigene Suchen des natürlichen
Futters abgenommen.
Es gibt immer mehr mechanische Eingriffe in der Pflege der Bienen: die
Kellerhaft des Bienenschwarmes, das Zusetzen einer Bienenkönigin im Käfig,
das Einsperren der Königin für 25 Tage als Varroamilbendezimierung, man
schneidet Drohnenbrut heraus, man teilt ein Bienenvolk und setzt künstlich
gezogene Königinnen zu, oder man setzt zwei schwache Völker zusammen.
Auch wird einem schwachen Volk Waben- und Bienenmaterial von einem
starken Volk zugesetzt.
Die natürliche, in Rhythmen ablaufende Tätigkeit des Bienenvolkes, wird
durch mechanische Tätigkeiten des Imkers ersetzt.
Da wird doch tatsächlich in der Schweizer Bienen Zeitung (SBZ, 04/2013,
S. 48) darüber diskutiert, ob man, wenn der Landwirt Herbizide spritzt, die
31
Bienen eine Zeit lang am Fliegen hindern könnte. Man stelle sich das Chaos
im Bienenvolk während dieser Zeit vor.
Alle diese mechanischen Verrichtungen unterliegen nicht einem Naturrhythmus
und schwächen deshalb die Lebenskräfte der Bienen.
Die Bestrebungen des Vereins Freethebees zielen daraufhin, dass die Bienen
wieder vermehrt in ihrem natürlichen Rhythmus leben können. Dies wird
sich direkt auch auf die Bienengesundheit positiv auswirken.
32
BIENENINDUSTRIE
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde unter anderem Mittelwand, Honigschleuder
und der Mobilbau (beweglicher Wabenbau) erfunden. Wie bei allen
diesen vielen Erfindungen, welche dieses Jahrhundert aufweist, herrschte
dabei Stolz und Freude und ein grosser Fortschrittsglaube. Bis dahin wurde
die Bienen in Bäumen, Klötzen, Kisten und Strohkörben gehalten. Die Waben
bauten die Bienen frei ohne Vorgaben und der ganze Bau mit Brut- und Vorratswaben
blieb übers Jahr und auch länger, stabil. Für den Imker gab es praktisch
nur zwei Eingriffe im Jahr, einer im Frühling, der andere im Herbst. Mit
den neuen Erfindungen nun begann eine Bienenindustrie zu wachsen, was
bis heute noch anhält. Es ist erstaunlich, wie mit wenigen Mitteln und Handhabungen
früher die Menschen zu ihrem Honig und Wachs kamen. Noch erstaunlicher
ist, was für eine Unmenge an Material und Arbeitsaufwand (Bearbeitungen
des Bienenvolkes) der moderne Imker scheinbar braucht. Natürlich
war bei dieser Entwicklung das Ziel, dass die Biene mehr Honig liefern sollte.
Unter anderem machte es der Mobilbau nun möglich, viele künstliche Eingriffe
zu tätigen um dieses Ziel zu erreichen. Man machte künstliche Waben
(Mittelwände), künstliche Schwärme (Ableger), künstliche Königinnenzucht
(Königinnenhandel) und künstliche Fütterung (Zuckerwasser). Auch wird
durchs ganze Jahr das Brutnest künstlich reguliert durch Einengen, Erweitern,
Auswechseln und Erneuern des Wabenwerks.
Auf diese Weise konnte der Honigertrag wirklich gesteigert werden. Es
fragt sich nur, zu welchem Preis. Neben dem viel grösseren Arbeits- und Materialaufwand
haben wir dieser modernen Bienenzucht vermutlich auch noch
eine allgemein geschwächte Biene zu verdanken. Die Biene lässt sich eine Zeit
lang so belasten, aber auf Jahrzehnte hinaus erträgt sie das nicht. Einer so
genannten Hochleistungsmilchkuh kann man auch durch falsche Fütterung
doppelt soviel Milch abgewinnen, aber sie wird dann nicht mehr 18 Jahre alt,
sondern nur noch ca. 6 Jahre. Nach drei Kälbchen, ist sie, auch von den regelmässigen
Medikamentengaben ausgelaugt, unfruchtbar und muss in den
Schlachthof. Bei der Schweine- und Hühnerzucht kann man ähnliches beobachten.
Ein Umdenken in der Tierhaltung allgemein wäre dringend nötig.
Die an der kurzfristigen Ertragsmaximierung orientierte Bienenzucht hat
zu einer mangelnden Vitalität der Tiere geführt (Aus: Günther Friedman, Michael
Weiler, «Oekologie und Landbau»).
33
ZUR WINTERAUFFÜTTERUNG DER BIENEN
Was vor etwa 150 Jahren kaum ein Imker gewagt hätte, den Bienen Zucker
als Ersatzfutter anzubieten (bis dahin bekamen die Bienen nur Honig als Futter,
nach Joh. Witzgall 1898), ist heute eine Selbstverständlichkeit geworden.
Sogar Imker, welche eine wesensgemässe Bienenhaltung vertreten, z. B. der
Immenhof Altmoorhausen DE, empfiehlt Schwärme mit 7.5 – 10 kg Zucker
aufzufüttern und Wirtschaftsvölker mit 24 kg Zucker pro Volk einzuwintern.
Von den Bieneninstituten wird zwar erklärt, Zucker sei vollwertiger Ersatz
als Bienenfutter anstelle von Honig. Dazu muss man sagen, dass man es sicher
als einen Unsinn bezeichnen würde, wenn der Imker Zuckerwasser als Ersatz
für Honig an seine Kunden verkaufen würde. Was der Kunde sofort merken
würde, traut man der Biene wohl nicht zu. Diese nimmt aber den Zucker aus
einer Not heraus, weil man ihr keinen Honig gibt. Dass diese Fütterungsart
jahrzehntelang scheinbar funktioniert hat, beweist noch nicht, dass die Biene
davon keinen Schaden genommen hat.
Die Bienen haben seit Jahrtausenden überlebt mit Nektar (Honig), Pollen
und Wasser als Futter. Insekten haben zwar mehr Lebenskräfte als Wirbeltiere,
aber über mehrere Generationen hinweg falsch gefüttert, müssen auch sie
irgendwelchen Schaden erleiden.
Dieses Problem der Fütterung haben die Korbimker mit ihrer Methode
der Bienenhaltung nicht gehabt. Sie haben den Völkern, welche überwintern
sollten, keinen Honig entnommen und auch nichts füttern müssen.
Noch um 1900 wurde im Herbst «nur wenn notwendig“ aufgefüttert, so
steht es im Hundertjährigen Kalender von 1909. Oder die Empfehlung aus
«Das Buch von den Bienen», von Johann Witzgall 1898: «Man soll nicht flüssig
füttern, sondern Honigwaben geben…» Und F. B. Busch meint in seinem
Buch «Bienenzucht» Leipzig 1862, das Beste sei im Herbst nicht zufüttern zu
müssen. Wenn, dann eine Mischung von je einem Teil Honig, Candis und
Wasser oder 2/3 Honig und 1/3 Wasser
Ein Imkerkollege meinte, man müsse im Herbst den Waldhonig aus dem
Stock nehmen, weil sonst die Bienen die Ruhr bekämen. Als Ersatz gebe man
dafür Zucker. Ich meine, wenn man den Bienen den Frühlingshonig wegnimmt,
fehlt ihnen eben dieser bessere Honig im Winter.
34
ZUR NAHRUNG DER BIENE
Die Biene, die zu ihrem guten Gedeihen das ganze Jahr über eine Vielfalt
von Pollen und Nektar finden sollte, die ganze Palette vom Schneeglöcklein im
Frühjahr, bis zum Efeu im Spätherbst, findet heute viele dieser Pflanzen nicht
mehr, dafür Einseitigkeiten, wie z.B. Raps, Senf und anderes.
Der Wintervorrat eines Bienenstockes, vor ca. 100 Jahren, betrug 10–20 kg
Honig, je nach Stockgrösse.
Ein Bienenvolk hat in Bezug auf Ernährung einen Jahresbedarf von 60
kg Honig, (andere Quelle 120 kg). Davon sind aber heutzutage ca. ein Drittel
(über 20 kg) Zucker. Blütenpollen brauchen die Bienen etwa 20 kg.
Ein Volk erzeugt pro Jahr etwa 150 000 Bienen.
Ein Imker aus Sarnen berichtet in der Bienenzeitung, dass er seine Bienen
auf Neubau überwintere. Folglich überwintern sie, so vermute ich, zu 100 %
mit Zuckerwasser.
Es wird allgemein empfohlen schon im Juli, nach der letzten Honigentnahme,
die Bienen aufzufüttern. Es gibt aber noch die Spättracht im August und
September mit wertvoller Nahrung für die Überwinterung. Da der Stock aber
mit Zuckerwasser vollgestopft ist, wird den Bienen abgewöhnt, dieses wertvolle
Herbstfutter zu sammeln.
Ein Pollenersatz wird jetzt angepriesen auf Grundlage von Seealgen. So
wie die Rinder von tierischer Nahrung den Rinderwahnsinn bekommen, so
wird einem Insekt, das tausende von Jahren von Blütenpollen sich ernährte,
diese Nahrung aus dem Wässrigen auch nicht gut tun.
Eine südliche Bienenrasse, z.B. Apis mellifera sicula (Sizilien) kann mehr
Honigertrag bringen, hat sie doch das ganze Jahr ein Trachtangebot. Sie muss
auch nicht mit Zucker gefüttert werden. In den Norden versetzt, kann diese
Rasse aber auch nicht mehr leisten, als unsere nördliche, ja ihr wird das ungewohnt
kalte Klima sogar eher Schwierigkeiten bereiten.
Es gibt 6 Bienenprodukte: Honig, Wachs, Pollen, Propolis, Bienengift
(Apis), Geleé Royale.
35
TIERE ALS SPEZIALISTEN
Alle Tiere sind Spezialisten; sie können eine Sache so vollkommen ausüben,
dass der Mensch es nie ebenso nachmachen kann. Aber genau so spezialisiert
ist ihre Nahrung, an welche sie sich seit Jahrtausenden gewöhnt haben
und auf die sie angewiesen sind. Gibt man ihnen andere Nahrung, so degenerieren
sie. Bei der Honigbiene ist die Nahrung seit Jahrtausenden Nektar,
Honig, Pollen und Wasser. Nektar und Pollen entstammen der lichtvollen
Blütenregion. Honig enthält über Hundert Substanzen (Fermente, Vitamine,
Säuren, Mineralien usw.), Zucker besteht aus nur Sachariden und stammt aus
einer erdigen Region (Zuckerrübe). Auch der künstliche Pollen, der immer
mehr angeboten wird, stammt aus einer wässrigen Region (Seealgen). So wie
Rinder mit Futter aus tierischen Substanzen den Rinderwahnsinn bekommen,
so wird auch Zucker und Seealgenpollen den Bienen nicht gut tun.
WUSSTEN SIE, DASS
OHNE ZUCKERFÜTTERUNG
IN MITTELEUROPA KEINE
HONIGERTRÄGE MEHR
MÖGLICH SIND?
36
ZUR WINTERAUFFÜTTERUNGSZEIT
Vor ca. 45 Jahren, als ich als Bauernjunge auf unserem Hof die Bienen betreut
habe, war es üblich, dass die Auffütterung der Bienen am Bettag (Mitte
September) beendet sein sollte. In den letzten Jahrzehnten wurde dieser
Auffütterungszeitpunkt immer mehr vorverlegt, sodass heute schon Ende Juli
aufgefüttert wird. Neuester Rat eines Imkerkollegen: man sollte aus Varroamilbenbekämpfungstechnischen
Gründen schon Mitte Juli auffüttern.
Wenn diese Tendenz weitergeht, wird man wohl bald schon nach der Honigernte
im Mai die Bienen auffüttern. So leben die Bienen bald das ganze Jahr
mit Zuckersirup und verlernen immer mehr das Sammeln des Nektars und
des Pollens.
37
LIEBER BIENENFREUND
Warum ich mich als Honigbiene in diesem Land nicht mehr recht wohl fühle?
Das war in älteren Zeiten nicht so. Ich liebte die grossen Wälder, Wiesen und Auen.
Auch Regen, Stürme, Blitz und Donner konnten meinen Fleiss nicht bremsen.
Sogar der kälteste Winter tat mir gut um in Ruhe Kraft zu sammeln für die Arbeit
des ganzen übrigen Jahres. Nach einer Krankheit welche unsere ganze Sippe aus
nicht leicht erklärbaren Gründen erfasst hatte (1913), glaubte ein Bienenfreund,
und er meinte es eigentlich nicht böse mit uns, er könnte uns Bienen helfen und
vervollkommnen. Was früher die Menschen nicht gewagt hätten, er vermischte
unser Blut mit einer südlichen Bienenrasse und seither haben wir sozusagen
«zwei Seelen in unserer Brust»; die eine möchte mehr Honig sammeln wie das
in südlichen, wärmeren Gegenden möglich ist, und die andere möchte vor allem
stark und gesund bleiben für die wichtige Arbeit die wir Bienen doch haben.
Nun müssen wir damit leben. Das Ganze hat uns aber doch, zusammen mit
vielen anderen Veränderungen in unserer Bienenwelt, geschwächt. Und manchmal,
wenn uns Menschen ungut behandeln und zu stark nur noch an den Profit
denken, überlegen wir uns, auszuziehen und in eine bessere Welt zu gehen, die
Menschen nennen es das Bienensterben…
38
BRUDER ADAM UND DIE BUCKFASTBIENE
Die Buckfastbiene ist eine Kreuzung von A. m. Mellifera auch Nigra genannt
(Drohnen väterlich) und A. m. Ligustica (Königin mütterlich). Diese
ital. Ligustica soll friedfertiger und die bessere Honigsammlerin sein.
In Italien, wo die Sommer länger sind, kann die Biene deshalb auch mehr
Honig und Pollen sammeln. Deshalb braucht sie wohl auch weniger Winterfutter.
Warum hat Karl Kehrle (Bruder Adam) um 1916 die Buckfastbiene gezüchtet?
Dachte er wohl, dass diese Biene mehr Ertrag bringt und über den
Winter weniger gefüttert werden muss? Kehrles Züchterziele waren, dass die
Biene wiederstandsfähiger, fleissiger und friedlicher sein sollte.
Noch nie hat sich die Ligustica freiwillig im kälteren Norden angesiedelt.
Seit Jahrtausenden fühlte sie sich in Italien wohl, so wie sich die Nigra im
Norden wohl fühlt. Die Ligustica kann im Norden nicht mehr sammeln als
die Nigra, weil die Sommer kürzer sind und sie sich an das kältere Klima nicht
gewohnt ist.
Allgemein gilt sowieso: «Je züchter desto schwächer».
WUSSTEN SIE, DASS, WENN
EINEM BIENEVOLK DER
FRÜHLINGSHONIG ABGEERNTET
WIRD, ES EVTL. MIT WALDHONIG
ÜBERWINTERN MUSS UND DABEI
DURCHFALL BEKOMMEN KANN?
39
WAS IST MIT DEN BIENEN LOS
Seit Jahren sterben überall in der Welt über den Winter bis um die Hälfte
der Bienenvölker ab. In den Medien wird regelmässig berichtet und es wurden
zu diesem Thema schon mehrere Dokumentarfilme gedreht. Trotzdem sehen
die Bieneninstitute kaum ernsthaften Handlungsbedarf. Es wird der Varroamilbe,
die Hauptschuld gegeben und angedeutet, dass die Imker diese wohl
nicht richtig bekämpfen. Gleichzeitig denkt man an eine Art Behandlungszwang
zum gleichen Zeitpunkt mit den gleichen Medikamenten. Bei Faulund
Sauerbrut empfiehlt man die sofortige Vernichtung der befallenen Völker,
aber die Krankheit bleibt. Des weiteren werden von den Bieneninspektoren
in der Bearbeitung der Bienen übertriebene Hygienemassnahmen empfohlen
zum Vernichten unerwünschten Viren, Bakterien und Bazillen, was aber in
der Praxis kaum richtig durchführbar ist. Es wird dasjenige was gerade als
aktuellstes Problem da steht, mit Röhrenblick angegangen und bekämpft. Man
verliert den grossen Zusammenhang und kann deshalb die wahren Ursachen
der Probleme nicht mehr erkennen. Man glaubt, wenn etwas 10 Jahre funktioniert
hat, müsse es immer so weiter funktionieren. Mit «man» meine ich die
Ratgeber, Bieneninstitute, Bieneninspektoren , auch Imker.
Auch die Gifte in der Landwirtschaft mit oft verheerenden Folgen, oder
die Trachtarmut und vor allem Mobilfunkstrahlen und anderer Elektrosmog,
werden zuwenig ernst genommen. Am wenigsten in Frage gestellt wird aber
die allgemeine Haltung und Pflege der Bienen welche seit über hundert Jahren
immer weniger artgerecht geworden ist und zwar in Bezug auf Fütterung,
Vermehrung und Behausung. Wenn diese Seite nicht ordentlich angegangen
wird, werden alle anderen Massnahmen nur mehr oder weniger Symtombekämpfungen
sein.
WUSSTEN SIE,
DASS HEUTE
BIENENHALTUNG OHNE
MEDIKAMENTE NICHT
MEHR MÖGLICH IST?
40
STUDIEN ZU BIENEN UND ELEKTROSMOG
Ulrich Warnke, Dr. rer. nat. Universität Saarland, Biowissenschafter, Autor
von: «Bienen, Vögel und Menschen. Die Zerstörung der Natur durch Elektrosmog
». Film: «Mobilfunk; Auswirkung auf Menschen, Bienen und die ganze
Natur. Technische Magnetfelder stören das Redoxsystem (Orientierungssinn).
Untersuchungen von niederfrequentem Strom und hochfrequentem
Strom (Mobilfunk).
Dr.Sainudeen Pattazhy, Biologe ,Kerala , Indien: Untersuchungen von Mobilfunkstrahlen
auf Bienen. Lähmung von Navigationssystem und Aenderung
des Verhaltensmuster 2009.
Herman Stever, Jochen Kuhn Universität Koblenz-Landau, Studie 2005:
Unter DECT Schnurlostelefon Bestrahlung finden Bienen den Stock nicht
mehr und sind gestört in ihrer Arbeit.
1974 berichteten die russische Forscher Eskov und Sapozhnikov, dass tänzelnde
Bienen eine Modulationsfrequenz von 180 bis 250 Hertz aufweisen.
GSM-Mobilfunk hat eine Frequenz von 217 Hertz.
HAARP Alaska erhöht 2006 die Sendeleistung von 960 000 Watt auf 3 600
000 Watt. In diesem Jahr sind die ersten grossen Verlustmeldugen von Bienenvölkern
in den USA. Im März 2007 meldeten 25 bis 50 Prozent von USA-Imkern
50 bis 90 Prozent Bienenvölkerverluste.
Schreiben des österreichischen Bundesministers für Umwelt, Land-,
Forst- und Wasserwirtschaft, an Nationalrat Dr. Andreas Khol, wissenschaftliche
Untersuchungen hätten nachgewiesen, dass sich niederfrequente elektromagnetische
Felder negativ auf Bienen auswirken können. Unter einer 380 kV
Hochspannungsleitung produzierten die Bienen weniger Honig und hatten
eine höhere Mortalität.
Prof. Ferdinand Ruzicka Wien, Imker und Autor div. Bienenartikel bekam
enorme Probleme und Verluste an Bienenvölkern als in seiner Umgebung
mehrere Sendemasten aufgestellt wurden.
41
Paul Warnke, Roman Paul, Uni Saarbrücken, Bienen unter Hochspannung,
Versuche ca. 1974, 50 Hertz, 11 kW /m, Bienen in Styroporkästchen: «Die Bienen
zeigten abnormes Verhalten: sie wurden sehr nervös und machten ihre
Arbeiten im Stock nicht mehr richtig, sie stachen (Wächterbienen) ihre eigenen
Bienen ab und einige Völker zogen aus, sogar ohne Königin wenn ein
Absperrgitter eingesetzt wurde. Einige verkitteten die Beute und das Flugloch
so stark dass die Bienen eingeschlossen verbrausten» (Temperaturanstieg bis
fast zum Schmelzpunkt des Wachses?!).
42
BIENENKRANKHEITEN
Man nimmt allgemein an, dass eine Biene von einem fremden Bienenstand,
z.B. die Sauerbrut übertragen kann. Nach und nach werden dann durch
imkerliche Handhabungen und Bienenverflug die Völker des Standes befallen.
Ein durchaus vorstellbares Szenarium.
Eine andere Erkenntnis aber, welche immer mehr Vertreter findet, ist, dass
Bazillen, Bakterien, Viren usw. in geringer Zahl eigentlich überall, auch auf
gesunden Organismen leben können. Nur können sich diese nicht in grosser
Zahl vermehren solange der Organismus (z. B. Bienenvolk) lebenskräftig, vital,
kurz gesund ist. Sobald aber der Organismus, in unserem Fall das Bienenvolk,
eine Schwäche zeigt kann sich der «Parasit» vermehren. Man könnte sagen,
es ist die Aufgabe der Parasiten, in der Natur alles Schwache auszurotten. Das
Ziel, welches man eher beim Menschen findet, alle Parasiten auszurotten, trifft
dann ein Naturwesen welches unter Umständen eine Hilfe für die Natur ist.
Wie man ein Bienenvolk vital erhält? Da werden wir wohl noch viel lernen
müssen. Die Natur hat den Bienen die richtigen hygienischen Verhältnisse geboten
für das Überleben seit tausenden von Jahren. Von der Natur sollten wir
lernen.
43
BIENE UND MIKROORGANISMEN
In der Natur gibt es zwei Gruppen von Mikroorganismen, die Aufbauenden
und die Abbauenden. Die einen helfen beim Entstehen von Leben und
beim Wachstum, die anderen, und dazu gehören auch die pathogenen Mikroorganismen,
arbeiten daran das Leben auf zu lösen. Dieser abbauende
Prozess wird dann eine Krankheit genannt und mit allen Mitteln bekämpft.
Bei diesen beiden Prozessen wird die Materie aufgebaut zu lebendigen Formen
(Tiere, Pflanzen usw.), und auf der anderen Seite wieder abgebaut, damit
wiederum neues Leben entstehen kann. Bei Temperaturveränderungen
im Brutnest durch zu vieles Öffnen und vor allem beim Desinfizieren werden
wahllos alle Arten von Mikroorganismen zerstört.
WUSSTEN SIE, DASS KALKBRUT
IN EINEM VOLK AUFTRETEN
KANN, WENN IMMER WIEDER, ZUR
SCHWARMVERHINDERUNG, DIE
MUTTERKÖNIGIN GETÖTET WIRD?
44
BAKTERIEN
Man geht immer noch von der irrigen Annahme aus, Bakterien und ähnliches
würden nach Lust und Laune oder Zufall ausbrechen und Krankheiten
verursachen. Dabei sollte längst bekannt sein, dass nur geschwächte Organismen
befallen werden. «Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles», sagte vor
über 100 Jahren Prof. Dr. Antoine Béchamp. Die Kunst besteht darin, den geschwächten
Organismus zu erkennen und ihn als nicht gesund zu betrachten.
Die meisten Nutztiere, vom Rind bis zur Biene, haben heute, durch Haltung
und Pflege bedingt, geschwächte Organismen. Die Ernährung, die Vermehrungmethode
und die Behausung der Nutztiere müssten dringend unter die
Lupe genommen werden.
45
SAUERBRUTBEKÄMPFUNGSSTRATEGIE
Vor einigen Jahren wurde, wohl unter dem Einfluss der allgemeinen
Hysterie um die Vogel- und Schweinegrippe, die Sauerbrut, eine bislang rel.
harmlose Brutkrankheit der Bienen, in der Bekämpfungsstrategie mit der gefährlicheren
Faulbrut gleichgestellt. Kleinster Befall bedeutete damit die Abtötung
des Volkes, oder Befall von mehr als der Hälfte des Bienenstandes die
Ausmerzung aller, auch der gesunden Bienenvölker, je nach Auslegung des
Bieneninspektors.
Für erfahrene Imker ist diese Strategie unverständlich, weiss man doch,
dass ein kleiner Befall in der Regel sich selbst ausheilt. Bei stärkerem Befall
können die entsprechenden Brutwaben entsorgt, oder das ganze Volk auf
Neubau gesetzt werden. Dass ein Bienenvolk wegen Sauerbrutbefall abgestorben
ist, konnte mir bis heute niemand bestätigen.
Mit der neuen, übrigens nur in der Schweiz praktizierten Strategie wurden
nun und werden immer noch tausende, von schwach bis stärker befallenen,
aber auch gesunden Bienenvölker, vernichtet. Der Erfolg dieser Strategie in
all den Jahren ist leider gleich Null. Je mehr kontrolliert wird, desto mehr Bienenvölker
müssen vernichtet werden, und in Regionen, wo nicht kontrolliert
wird, gibt es scheinbar diese Krankheit nicht. Die Sauerbrutbakterien fände
man wohl auf jedem Bienenstande mit Mobilbau, wenn labormässig untersucht
würde. Auch ein leichter Ausbruch dieser Krankheit findet auf fast allen
Bienenständen statt, nur wird es in den meisten Fällen nicht bemerkt; die
Bienen räumen in kurzer Zeit auf und ein weiterer Ausbruch findet meistens
nicht mehr statt.
Wenn nun der Bieneninspektor einen Stand untersucht, ist es geradezu
ein Lottospiel, ob zurzeit Befall vorliegt oder nicht. Käme er eine Woche später,
kann die Situation gegenteilig sein. Würde man an einem bestimmten Tag
alle Bienenvölker der Schweiz kontrollieren, müsste man möglicherweise die
Hälfte der Völker vernichten, die Sauerbrut wäre aber nicht ausgerottet. Es ist
nicht möglich diese Krankheit einzudämmen, wie es auch nicht möglich ist
bei Sanierungen vor Ort so hygienisch zu arbeiten, dass Verschleppungen der
Bakterien ausgeschlossen werden können.
Diese Bekämpfungsstrategie, eine Art Alibiübung, wurde beschlossen,
nicht weil die Sauerbrut eine wirklich schlimme Krankheit ist, sondern weil
man vielleicht glaubte, einen Erreger auf diese Art und Weise eindämmen
oder gar ausrotten zu können.
Es wäre sinnvoller sich über die Ursachen von Krankheiten allgemein
mehr Gedanken zu machen. Eine Wildbiene und auch jedes andere wild le46
bende Tier hat kaum ernsthafte Probleme mit Krankheitserregern. Würden
wir die Bienen wieder etwas artgerechter halten, auf die vielen Manipulationen
am Bienenstock und auf einen Teil des Honigertrags verzichten, könnte
man vielleicht mit der Zeit auch auf diese unsinnigen Bekämpfungsstrategien
verzichten.
Ich denke, dass diese Sauerbrutbekämpfungsstrategie noch eine gewisse
Zeit durchgetragen wird und dann langsam die Sinnlosigkeit eingesehen wird
und eine Lockerung der Bestimmungen stattfindet, analog der Problematik
der Blauzungenimpfung in der Viehhaltung.
WUSSTEN SIE, DASS
STYROPORBEUTEN DURCH
FEINSTE STAUBTEILCHEN
DEN BIENEN SCHADEN
KÖNNEN?
47
SAUERBRUT, EINE ERKÄLTUNG DER BRUT?
Es ist doch erstaunlich wie im Winter, bei Brutlosigkeit, die Stocktemperatur
tief fallen kann und die erwachsenen Bienen dies ertragen. Anders ist es
nun aber wenn Brut gepflegt wird. Da wird die Temperatur von den Bienen
auf noch ungeklärte Weise konstant um die 35° C gehalten. Diese Temperatur
scheint eine unbedingte Notwendigkeit für die empfindliche Brut zu sein.
Öffnet man nun den Brutraum bei einer Aussentemperatur von z.B. 15°
C, wird die Brut um 20° abgekühlt und damit das Mikroklima empfindlich
gestört. Ist diese Unterkühlung wirklich so folgenlos wie es offiziell angenommen
wird? Beim Menschen machen einige wenige Grade Unterschied in der
Körpertemperatur eine Krankheit aus. Auch die Organe des Menschen funktionieren
nur bei dauernd 36° bis 37° C.
Obwohl die Pflegebienen sich schützend über die Brut legen, gelingt es diesen
nicht eine Unterkühlung ab zu wenden. Die Brut erkältet sich, das heisst,
die Kälte treibt die Lebenskräfte aus und schwächt so die Brut. Alles Schwache
aber wird in der Natur abgebaut, ausgerottet. Es treten die Sauerbrutbakterien,
welche latent immer vorhanden sind, in Aktion, vermehren sich rasch und
verfärben die Brut jetzt sichtbar. Diese wird von den Bienen dann ausgeräumt.
Die Natur hat für alle Situationen die richtigen auf- oder abbauenden Mikroorganismen
deren Aufgabe es ist die Welt gesund zu erhalten.
48
BIENE UND HYGIENE
Die Honigbiene hat tausende von Jahren überlebt, weil die Hygiene in ihrem
Brutnest stimmte. Wie bieten wir unserer Biene die richtigen hygienischen
Stockverhältnisse?
Ich lese die gut gemeinten Empfehlungen des Bieneninspektors über die
Hygiene in der Bienenhaltung. Auf zwei A4-Seiten aufgelistete Massnahmen,
wie Werkzeug und Material desinfisziert werden sollen, um Bienenkrankheiten
vorzubeugen. Massnahmen die kaum exakt durchführbar sind und sogar
manchem Imker sein geliebtes Hobbys verleiden. Der Begriff Hygiene wird
degradiert auf nur noch desinfizieren, auf das Abtöten von Mikroorganismen,
ob gut oder bös, auf Bakterien, Bazillen, Viren, Pilze welche eigentlich eine
sinnvolle Aufgabe in der Natur hätten im Auf- und Abbau des Lebens. Hygiéia
hiess im alten Griechenland die Göttin der Gesundheit, heisst Krankheit verhüten,
aber nicht abtöten von Krankem. Hygiene heisst, ein Klima schaffen
wo gesundes Leben stattfinden kann und Krankheit erst gar nicht auftritt. So
ist es bei wilden Bienenvölkern und so war es auch bei unserer Hausbiene bis
etwa Mitte des 19.Jahrhunderts. Instinktiv oder durch altes Wissen bereiteten
die Imker den Bienen eine hygienische Umgebung (nur Honig und Pollen als
Futter, ausschliesslich Schwarmvermehrung, Stabilbau, eigene Wachsproduktion).
Die Imker waren mit der Hälfte des Honigertrages zufrieden und mussten
sich nicht mit Krankheiten der Biene herumschlagen.
Frau Anna Jauch aus Silenen / UR, Hünistrasse 33, vermehrt ihre Bienenvölker
seit über 20 Jahren ausschliesslich mit Schwärmen und stellt Mittelwände
aus eigenem Wachs selber her. 2010 brach in der Umgebung Sauerbrut aus.
Zwei Inspektoren kontrollierten auch ihre Völker und fanden keine Sauerbrut.
Im letzten Winter hatte sie, wie auch die meisten Jahre zuvor, keine Ausfälle.
49
LIEBE BIENENINSPEKTOREN
Wenn man die Empfehlungen des Bieneninspektors über die imkerliche
Betriebsweise im Umgang mit Brutkrankheiten durchliest, hat man den Eindruck,
dass die Bienenhaltung bald nur noch im Labor möglich ist. Wie konnte
es so weit kommen? «Die Bakterie ist nichts, das Milieu ist alles», hat schon
Prof. Dr. Antoine Béchamp vor 100 Jahren gesagt. Er meinte aber nicht eine
«hygienische», desinfizierte, labormässige Umgebung, sondern eine gesunde,
lebenskräftige mit natürlichen Materialien. Ein Wildtier kennt die Krankheit
eigentlich nicht. Erst beim Nutztier musste der Veterinär erfunden werden.
Der Bieneninspektor wäre per se zuständig, dass die Bienen gesund sind, aber
er wurde aus Angst vor den Bakterien zum Schlächter der Bienen. Die Art
und Weise wie man gegen eine Bakterienkrankheit, wie z. B. der Sauerbrut,
seit Jahren ohne Erfolg vorgeht, ist nach neueren Forschungen eben veraltet.
Es ist wie eine letzte Verzweiflungstat, um dem Homo sapiens das Gewissen
zu beruhigen. Ein guter Imker möchte so auch nicht mehr mitmachen. Wie
Béchamp sagte, das Milieu muss gesunden und das ist die Biene und ihre Umgebung.
Das ist hauptsächlich die allgemeine Haltung und Pflege der Bienen.
Vor 150 Jahren brauchte die Biene noch keine Medikamente, aber seither haben
wir sie immer mehr und mehr unnatürlich behandelt und ausgenützt. Der
Bieneninspektor sollte mithelfen, dass das Milieu für die Bienen wieder zum
Stimmen kommt. Man studiere die imkerliche Praxis vor dem Jahre 1850, als
die Bienenwelt im Vergleich zu heute noch ein Schlaraffenland war und keine
seuchenpolizeiliche Empfehlungen nötig waren. Warum nicht Altbewährtes
wieder aufnehmen, wenn es für das Wohl der Bienen ist?
50
AUS FORSCHUNG UND PRAXIS … APRIL, APRIL
Bienenforscher eines renormierten Bienenforschungsinstitutes in Europa haben
festgestellt, dass die Bienen bei ihrem Herumlaufen dauernd eine von den
Imkern nicht bemerkte leichte Störung aufweisen. Die Ursache, so fanden sie
heraus, ist, dass eines der 6 Insektenbeine nicht ganz rund läuft. Und zwar ist es
immer, bei allen Bienen, das mittlere linke Bein. Dies erklärt auch das von den
Imkern immer wieder beobachtete umpurzeln der anfliegenden, landenden Bienen.
Die Forscher rechneten aus, dass durch diesen Zeitverlust die Arbeitleistung
eine Verminderung erfährt und dabei pro Jahr bis zu 35 Tonnen weniger Honig
eingefahren werden kann, auf einer Fläche wie z. B. die Schweiz, gesehen. Abhilfe
schaffen soll nun das Auswechseln des Gens welches für das Funktionieren des
mittleren linken Beines verantwortlich zeichnet. Das Gen konnte bereits isoliert
werden und man hofft nun es ersetzen zu können mit einem Gen eines voll funktionierenden
Beines. Die Forscher sind zuversichtlich, dass es nicht wieder so
heraus kommt wie beim sogenannten Mehrsammelgen. Dieses hatte man aus
Hamstern erfolgreich isoliert und bei Bienen eingesetzt, führte allerdings nur dazu,
dass diese Bienen seither eigenartige Kaubewegungen ausführen, ohne aber
dabei den Honigertrag steigern zu können. Die Hoffnung der Forscher ist dennoch
ungebrochen diesmal Erfolg zu haben. «Wir korrigieren mit unseren Arbeiten
die Unvollkommenheiten der Natur», bemerkte der Leiter des Institutes.
WUSSTEN SIE, DASS DIE
BESTÄUBUNGSLEISTUNG DER
HONIGBIENE ÖKONOMISCH
VIEL WERTVOLLER IST ALS DER
BIENENHONIG
51
DIE GUTE IMKERLICHE PRAXIS
Bei der jährlichen Zusammenkunft der Kantonalpräsidenten und ihrer
Obleute; Zuchtberater, Betriebsprüfer und den Mitgliedern des Zentralvorstandes
sowie den kantonalen Inspektoren, im November 2013, wurde unter
anderem auf die Wichtigkeit der «guten imkerlichen Praxis» hingewiesen.
Es wurde über die Bienengesundheit diskutiert:
– Motion Burgeois: bis Ende 2015 sollen die Ursachen des Bienensterbens
eruiert werden.
– Kompetenznachweis in Form von Weiterbildungskursen (für die Imker).
– Verbesserung der Vollzugsmassnahmen!
– Die Wichtigkeit der «guten“ imkerlichen Praxis“?!
Mit der «guten imkerlichen Praxis» ist die Methode gemeint, wie die moderne
Bienenzucht sich in den letzten Jahrzehnten, ja eigentlich seit über 100
Jahren, entwickelt hat und von den meisten Imkern praktiziert wird.
Dass diese moderne Betriebsweise in eine Sackgasse läuft, das sehen aber
immer mehr Imker und Bienenfreunde ein und suchen deshalb mit Recht artgerechtere,
bienenfreundlichere Haltungsmethoden.
Das wiederum ist den Bienenbehörden ein Dorn im Auge und sie versuchen,
die «gute imkerliche Praxis» zu zementieren indem sie einen Kompetenznachweis
vorschlagen in Form von Weiterbildungskursen in denen natürlich
den Imkern die moderne Betriebsweise als die beste beigebracht wird.
Mit der Verbesserung der Vollzugmassnahmen scheint es, als möchte man
die Imker einschüchtern in der Weise, dass es Folgen hat, wenn man da nicht
mit macht. Begründet werden alle diese Massnahmen wohl alle mit seuchenpolizeilichen
Verordnungen.
In diesen Gremien der Bienenbehörden herrscht der Glaube, dass alle Probleme
in der Bienenzucht zurück zu führen seien darauf, dass gewisse Imker
nicht nach den neuesten Erkenntnissen der modernen Bienenzucht arbeiten.
Diese moderne Methode wird aber kaum hinterfragt, obwohl vermutlich gerade
diese Methode für die meisten Probleme, die wir heute in der Bienenhaltung
haben, verantwortlich zeichnet.
«Die an der kurzfristigen Ertragsmaximierung orientierte Bienenzucht hat
zu einer mangelnden Vitalität der Tiere geführt.» Aus: Günther Friedman, Michael
Weiler, «Oekologie und Landbau» 116 4/ 2000.
52
BIENE, GESUND ODER KRANK?
Immer wieder hört man die weltweiten Pressemeldungen über das Bienensterben.
Noch immer sterben über den Winter regelmässig extrem viele
Bienenvölker. Über die Ursachen sind sich die Forscher bis heute nicht einig.
Bienenforscher in Liebefeld meinen, es gäbe keine Probleme in der Bienenzucht
wenn man nur die Varroamilbe erfolgreich bekämpfen könnte. Auch
der neu geschaffene Bienengesundheitsdienst konzentriert sich auf die Erforschung
der Varroamilbe.
Eine Forschergruppe in London kam zu der Erkenntnis, dass subletaler
Stress die Völker schwächen kann und wenn zu viele Bienen sterben gehe ein
Volk ein (SBZ 12/2013) letzteres wissen aber alle Imker schon lange.
Man kommt auch langsam zum Schluss, dass wohl mehrere Faktoren eine
Rolle spielen wie Elektrosmog, Trachtarmut oder Pflanzengifte. Dass die
allgemeine moderne Haltung und Pflege der Bienen auch eine Rolle spielen
könnte, kommt kaum zur Sprache, zuviel Liebgewordenes hängt daran.
Nach einem parlamentarischen Vorstoss soll nun ein Massnahmeplan erstellt
werden und bis Ende 2015 sollen die Ursachen des Bienensterbens eruiert
werden.
Solange diese Diskrepanz in den Meinungen besteht, und die Ursachen
des Bienensterbens noch nicht eruiert sind, hat man keinen wirklichen Boden
etwas Sinnvolles zu unternehmen.
In dieser Situation will man nun laut Eva Sprecher vom Zentralvorstand
VDRB eine Imkerfortbildungsstätte einrichten, vor allem für sogenannte
«wilde» Imker, weil man wohl glaubt, irgend jemand müsse doch an diesen
Problemen schuld sein. Nun, man hat dann wenigstens etwas getan. Wer sind
denn die wilden Imker und was machen sie falsch? Bei welchen Imkern sterben
denn vor allem die Bienen? Gibt es da Untersuchungen? Mit der Fortbildungsstätte
möchte man die Bienengesundheit verbessern, obwohl auch diese
schwierig zu definieren ist.
53
WOZU EINE IMKERFORTBILDUNGSSTÄTTE
NOTWENDIG WÄRE
Die Bienengesundheit wird bedroht durch die «moderne Bienenhaltung»
mit ihrer die Vitalität schwächenden Königinnenzucht (Innzuchtdepression),
mit der unnatürlichen Ablegerbildung, den diversen Schwarmverhinderungsmethoden
und dem Mobilbau allgemein, wo dass Mikroklima im Brutnest zu
oft gestört wird. Die Abkühlung der Brut kann Bakterienkrankheiten verursachen.
Auch wird die nicht artgerechte Zuckerfütterung seit etwa 100 Jahren
immer massiver um den Honigertrag steigern zu können. Es wäre auch notwendig,
dass die Biene ihre Waben möglichst wieder selber durch ausschwitzen
von Wachs bauen könnte, diese Fähigkeit könnte sonst verkümmern.
Krankheiten der Tiere haben ihre Ursache in der Regel wegen einer falschen,
unnatürlichen Haltung und Pflege, was bei wildlebenden Tieren nicht
der Fall ist und diese deshalb bekanntlich recht vital sind. Die Natur sollte
wieder vermehrt unser Lehrmeister sein
Um solche Erkenntnisse zu vermitteln wäre eine Imkerfortbildungsstätte
in diesem Sinn sehr notwendig.
WUSSTEN SIE, DASS
MAN NICHT WEISS WIE
DIE BIENEN DEN HONIG
MACHEN?
54
SITUATION UND AUSSICHT DER HEUTIGEN
BIENENHALTUNG
Grundgedanke
Durch das jahrzehntelange Halten und Beobachten der Bienen bin ich
zur Überzeugung gekommen, dass unsere Honigbiene durch eine nun über
hundert Jahre dauernde einseitige Züchtung auf höheren Ertrag und die damit
verbundene Haltung und Pflege, in ihrer Vitalität geschwächt wurde. Es sollte
unsere Aufgabe werden, der Biene ihre Vitalität wieder zurück zu geben. Ich
bin der Überzeugung, dass die Biene wieder an Lebenskräften gewinnen kann,
wenn gewisse Massnahmen ergriffen würden.
I. Standortaufnahme
In der Bienenhaltung gibt es seit einigen Jahren, zuerst in Amerika, dann
auch in Europa Bienenvölkerverluste über Herbst und Winter die bis um die
50% betragen.
Zugleich ist die Biene seit über 30 Jahren von der Varroamilbe befallen,
ohne dass sie sich dagegen wehrt, was eigentlich nicht verständlich ist.
Die Biene ist heute auch kaum mehr fähig, aus eigenen Kräften zu überleben,
was sie aber wieder lernen sollte. Ohne Fütterung geht ein Volk während
des Winters meistens ein.
Vor ca. 70 Jahren war es noch möglich in einer Stabilbeute (z.B. der Bienenkorb
in der Korbimkerei, oder in der Warrebeute, nach dem französischen
Pastor Emile Warré benannt) erfolgreich zu imkern. Heute braucht es dazu
Hilfestellungen um die verlorene Vitalität der Biene anzuregen.
Auch wird seit ca. 10 Jahren in der Schweiz ein rigoroser Kampf gegen
die scheinbar immer stärker auftretende Sauerbrut geführt, mit fragwürdigem
Erfolg.
Weiter wird den Imkern seit einiger Zeit empfohlen, aus seuchentechnischen
Gründen mit immer jüngerem «Material» zu arbeiten. Z.B. soll eine
Bienenkönigin schon nach zwei Jahren ersetzt werden oder es sollen jedes Jahr
von der Anzahl Völker die man hält, mindestens ein Drittel Ableger gemacht
werden, weil man mit einem Drittel Verlust jeden Winter schon rechnet
So ist heute eine Bienenhaltung nur noch mit Medikamenten möglich
(Ameisen- und Oxalsäure, Thymol u.a.) und es werden bereits Stärkungsmittel
zur regelmässigen Gabe empfohlen, das heisst, man imkert eigentlich mit
einem kranken Tier, wie es auch in der restlichen konventionellen Tierzucht
der Fall ist. Das Ganze hat nun politisch ein solches Ausmass angenommen,
55
dass neuestens jeder Imker für sein Hobby jährlich einen Beitrag in den Seuchenfond
leisten muss.
Den Auftakt zu dieser Problematik machte das grosse Bienensterben von
1913, dessen Gründe man heute noch nicht kennt und daraufhin Bruder
Adam glaubte eine bessere Biene kreieren zu müssen: die Buckfastbiene, welche
aber die Probleme auch nicht löst.
Nun gibt es Bienenfachleute welche trotzdem keinen Handlungsbedarf sehen
oder glauben, diese Probleme mit Züchtung oder Gentechnologie oder
anderen Mechanismen in den Griff zu bekommen. Andere glauben die Ursache
dieser Problematik sei nur in der Umwelt zu suchen; Trachtmangel, Pflanzengifte,
Mobilfunkstrahlen u.a. Eigentlich weiss niemand so richtig, was mit
der Biene los ist. Seit längerer Zeit aber gibt es schon einige wenige Imker, und
es gibt sie immer mehr, welche der Überzeugung sind, dass die ganze Problematik
vor allem auf die allgemeine Haltung und Pflege der Bienen zurück geht,
welche seit über 100 Jahren immer stärker und stärker in eine falsche Richtung
gegangen ist.
II. Der grosse Einschnitt in Bezug auf die Haltung und Pflege der Bienen
in der Mitte des 19. Jahrhunderts
Bis um die Mitte des 19.Jahrhunderts gab es in der Bienenhaltung nicht
die Probleme, welche wir heute haben. Der Imker ging bis dahin mit den Bienen
instinktmässig in einer guten, bewährten Form um. Jahrhunderte lang
war klar:
1. Die Biene braucht als Nahrung Nektar (Honig), Pollen, Wasser.
2. Die Biene vermehrt sich ausschliesslich über das Schwarmgeschehen.
3. Die Biene braucht ein stabiles Brutnest in ihrer heimischen Region und
produziert den Wachs (Wabe) selber stets neu.
Verglichen mit heute hatte die Biene durch diese artgerechtere Behandlung
paradiesische Zustände. Sie war vitaler und leistete, ohne dass sie in der
heute üblichen Art und Weise manipuliert wurde, immerhin die Hälfte der
heutigen Honigerträge. Es ist auch nicht bekannt, dass die Menschen damals
unter Honigmangel gelitten hätten. Durch die neuen Erkenntnisse in der Wissenschaft
aber entfachte sich in dieser Zeit eine Euphorie in dem Sinne, dass
alles machbar sei. Auch die «wilde» Natur sollte gezähmt und verbessert werden,
vor allem in Bezug auf höhere Erträge. Durch fragwürdigen Methoden
der Ertragssteigerung aber wurden die Nutztiere mit der Zeit geschwächt in
56
ihren Lebenskräften und damit anfällig auf diverse Krankheiten, Parasiten
usw. Regelmässige Medikamentengaben, welche immer mehr notwendig wurden,
bedeuten eigentlich, dass die Tiere nicht wirklich gesunden und dass mit
kranken Tieren gewirtschaftet wird von denen sich die Menschen ernähren.
Es muss angestrebt werden, dass die Nutztiere, in unserem Falle die Bienen,
wieder wirklich gesund werden.
III. Grundsätzliches zur Tierhaltung am Beispiel der Bienen
Um gesund zu sein, muss ein Lebewesen sich wohl fühlen. Um sich wohl
zu fühlen aber müssen hauptsächlich drei Dinge artgerecht sein: die Nahrung,
die Vermehrung und die Behausung (Haltung). Dies gilt für Pflanzen, Tiere
wie auch Menschen. Bei Wildtieren, z. B. bei den wild lebenden Bienen, welche
noch ganz in der Natur leben, stimmen diese Parameter noch. Sie sind
gesund und überlebensfähig, seit tausenden von Jahren. Nimmt der Mensch
nun ein Wildtier in Kultur, verändert er in der Regel mehr oder weniger diese
drei lebenswichtigen Faktoren, zugunsten einer Leistungssteigerung, welche
er von diesem Lebewesen, oft in übertriebener Weise, erwartet. Dies hat zur
Folge, dass nach einer gewissen Zeit eine Schwächung der Vitalität und Anfälligkeit
auf allerlei Krankheiten bei diesem Lebewesen auftritt.
Bei der Hausbiene werden seit ca. 150 Jahren in einem immer stärkeren
Masse Eingriffe in die Haltung und Pflege vorgenommen. Diese betreffen alle
drei Lebensgebiete, Nahrung, Vermehrung und Behausung.
Zur Nahrung
In der Natur bekommt die Biene kein Zuckerwasser. Noch um 1900 fütterte
man die Bienen nur im Herbst «wo dies nötig» war (Arbeitskalender für
Bienen von 1909 des «Schweizerbauers»). Um 1850 war die Herbstfütterung
kaum Thema und wenn, dann kam nur Honig als Futter in Frage. Heute kann
die Zuckermenge pro Volk über 20 kg betragen. Es wird eine Reizfütterung im
Frühjahr und oft eine Notfütterung bei Trachtmangel im Mai/Juni empfohlen.
Darauf folgt die Winterfütterung. Honigteig (Honig/Puderzuckergemisch) ist
für die Biene ungewohnt, da sie nur einen Saugrüssel für Flüssigkeitsaufnahme
hat. Dazu kommen neuerdings diverse Pollenersatzmittel, z.T. aus Seetang
hergestellt, und andere fragwürdige Hilfsstoffe.
57
Zur Vermehrung
Die tausende von Jahren alte und einzige Vermehrungsart der Biene war
das Schwärmen. Nun werden Schwarmverhinderungsmethoden empfohlen
und vor allem Ableger (künstliche Schwärme) gemacht. Ebenfalls werden die
Bienenköniginnen künstlich gezüchtet, mit Nummernschildern auf dem Rücken
und manchmal mit gestutzten Flügeln. Der natürliche Hochzeitsflug der
Königinnen wird abgewertet und die künstliche Besamung propagiert.
Behausung und Lebensbereich
Durch den seit etwa 100 Jahren üblichen Mobilbau sind so viele Eingriffe
ins Brutnest erforderlich, dass Temperatur und Mikroklima und die Bruttätigkeit
öfters gestört werden. Durch die in neuester Zeit geforderten Krankheitskontrollen
werden diese Eingriffe noch erhöht. Die Gabe von Mittelwänden
hemmt die natürliche Wachsproduktion der Bienen. Durch die Länder übergreifende
Vermischung der Bienenrassen fühlt sich die Biene auch nicht mehr
heimisch.
Diese Beispiele können beliebig erweitert werden. Ähnliches gilt für die
ganze Zuchttierhaltung wie auch für die Pflanzenzucht, Sogar der Mensch ist
in diesen drei Lebensgebieten auf falschem Wege. Eine gewisse Zeit, länger
oder kürzer, machen Lebewesen diese Behandlung mit. Früher oder später
aber zeigen sich Folgen. Sie zeigen Schwäche Erscheinungen und es müssen
immer mehr Mittel und Massnahmen angewendet werden um einen Kollaps
zu verhindern.
IV. Wie ist eine artgerechtere Bienenhaltung möglich?
Durch den Vitalitätsverlust den die Biene durch die Haltung und Pflege in
den letzten 100 Jahren erlitten hat, ist im mittleren und nördlichen Europa eine
Bienenhaltung auf artgerechtere Basis nur noch möglich, wenn auf die übliche
Honigernten verzichtet würde. Unter artgerechterer Bienenhaltung verstehe
ich ausschliesslich Honigfütterung, Vermehrung durch den Schwarm und ein
möglichst stabiles Brutnest mit Naturwabenbau. Nur bei guten Trachtjahren
und beim Tode eines Volkes wäre eine Honigernte zu erwarten. Methoden in
solcher Art zu Imkern wären z.B. die alte Korbimkerei oder die Methode des
französischen Pastors Emile Warre und andere.
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Die Bienenhaltung wäre vor allem dazu da, um, zusammen mit den anderen
Insekten die Bestäubung der Pflanzen sicher zu stellen. Dabei wäre es
schön, wenn wieder mehr Menschen Bienen als Hobby halten würden. Vor
etwa 100 Jahren gab es doppelt so viele Imker wie heute und die Verteilung der
Bienen war auch dezentraler.
Es wäre auch sinnvoll, zu versuchen, wenn es nicht schon zu spät ist, die
Honigbiene wieder wild aus zu siedeln. Eine wilde Honigbiene könnte eine
Genresource darstellen. Wie lange es dauern würde bis die Honigbiene wieder
zu gesunden Kräften kommt, ist ungewiss.
Die Produktion von Honig für den Handel sollte mehr in südliche Länder
verlegt werden, wo die Biene übers ganze Jahr ihr Futter selber findet, schwärmen
kann und eine artgerechtere Haltung leichter möglich ist. Durch Verträge,
im Sinn und Geist von Max Havelar z. B, könnte dort eine artgerechtere
Bienenhaltung gefördert werden.
Die immer mehr mechanisierten Methoden der Ertragssteigerung in der
Bienenhaltung, aber auch die Umwelt (Trachtarmut, Pflanzengifte, Elektrosmog
u. a.) haben nach nun ca. 100 Jahren «moderner» Bienenzucht das Bienenwesen
wohl so belastet, dass es lebensschwach geworden ist. Die konventionelle
Bienenhaltung wird immer mehr nur noch funktionieren mit noch
mehr Eingriffen und Kontrollen, noch mehr Medikamenten, extremeren Verjüngungsmethoden
und anderen die Bienengesundheit belastenden Manipulationen.
59
WUSSTEN SIE, DASS IN
AEGYPTISCHEN PYRAMIDEN
4000-JÄHRIGER HONIG GEFUNDEN
WURDE, IN GEFÄSSEN, LUFTDICHT
MIT BIENENWACHS VERSCHLOSSEN?

61
NACHWORT ZUM AUTHOR
Hans Studerus ist pensionierter Lehrer der Rudolf-Steiner-Schule. Er war
auch Berufsmusiker und hatte sich nach dem Tod seines Vaters – noch als
Jugendlicher – um den elterlichen Bauernhof gekümmert. Die Imkerei gehört
zu seinem Leben. Schon als Bub musste er Bienenschwärme einfangen. «Das
habe ich nie gern gemacht, denn wenn der Schleier nicht dicht war, wurde ich
jedes Mal gestochen.»
Als Erwachsener hatte er eigene Bienenvölker. Er imkerte zunächst konventionell,
«dann je länger, je naturnaher, weil ich miterlebte, wie Fütterung,
Vermehrung und Behausung – die drei zentralen Aspekte jeder Tierhaltung
– auch bei den Bienen immer unnatürlicher und schlechter wurden.» An seinem
Imkerstandort in Auenstein AG pflegt Hans Studerus mehrere Bienenstöcke
in sogenannten Warré-Volksbeuten.
Hans Studerus engagiert sich in dem Verein FreeTheBees, der sich unter
anderem für eine artgerechte Bienenhaltung einsetzt um die Selbsterhaltungskräfte
der Biene zu stärken.
Der Inhalt dieses Heftes setzt sich zusammen aus Leserbriefen und Artikeln,
die im Laufe der letzten 20 Jahre entstanden sind. Sie wurden teilweise
in der Schweizerischen Bienen Zeitung (SBZ) oder den Publikationen des Vereines
Freethebees veröffentlicht.
62
Impressum
© Hans Studerus
Mitglied des Vorstandes des Vereines FreeTheBees.ch
Satz und Gestaltung: grellgrau.ch Winterthur
Illustration: Zsófia Lenkes-Szentgyörgyi
März 2016
100 Exemplare
63

03 Okt

Bücher im Verlag LSH und tredition.de sowie Empfehlungen danach weiter unten.

9. September 2020

Das zur derzeitigen Situation wichtige   Buch

„Neue Schule und ER“

Erziehen. Zum ER, den Schüler zu IHM unserm Schöpfer hinziehen,                                                               ist am 9.9.20 im Verlag Tredition, Hamburg erschienen.

Zu bestellen per Email: tredition.de oder                      Tel: 04028-48485-0

 Oder hier: Mein Buch bestellen.

Hier wird aufgezeigt wie unsere Geschichte seit vielen tausend Jahren von einer kleinen Oberschicht gesteuert wird. Die Menschheit ist zu willigen, dummen, hörigen, unfreien Sklaven abgesunken. Wenn wir unsere Kinder mit den gleichen Erziehern auch in Zukunft bilden wird sich an der Art und Weise der Menschheit nichts ändern.

Wir werden weiter dieses unfreie, ungöttliche Leben mit Mord und Totschlag führen. Darum benötigen wir eine „Neue Schule und ER“ damit wir im Glauben an Gott und in Freiheit leben können.

ISBN: 978-3-347-14259-6 Hardcover  €18,45,

ISBN: 978-3-347-14258-9 Paperback  € 9,86

ISBN: 978-3-347-14260-2 e-Book         € 2,99

24.Januar 2020

„Die Himmlische und die Irdische Liebe“ 1. Auflage 2020  tredition.de                                                                   Ein Künstlertagebuch von Karl von Schintling. Hier wird neben einer spannenden Liebesgeschichte das Kunstgeschehen der Zeit beschrieben.  Ein Künstler verliebt sich in eine junge Anfängerin, der er später auch Kunstunterricht gibt. Sie möchte aber zuerst nichts von ihm wissen. Bis er im Krieg verwundet wird und sie versucht, ihn gesund zu pflegen.       196 Seiten

€ 11,99  Paperback (ISBN: 978-3-347-00424-5)
€ 19,99 Hardcover (ISBN: 978-3-347-00425-2)
€ 2,99        e-Book (ISBN: 978-3-347-00426-9)

5. September 2019

Soeben ist das bekannte Buch "Der Been im Siebenstern" in englischer Sprache als
  „The Been in Sevenstar“ erschienen.
Seven colonies of honeybees, set up on the startips of a Sevenstar, ereate powerful vlvld energies.
The Templars brought baek the saered Geometry of the Sevenstar from Jerusalem during the cusades in 1114 A.D. Today we have about 500 honeybee-sevenstars standing and collecting cosmic energies in Germany.
Especially "Mother Earth" and all vivid beings inside the effective circle of such a sevenstar profit from that technique. And the Varroa-miteburden on the bees is reduced severely.
Verlag: tredition GmbH Halenreie 40 22359 Hamburg Germany                                           www: tredition.de  ISBN 987-3-7482-8958-6 Paperback
                        987-3-7482-8959-3 Hardcover
                    987-3-7482-8960-9 e-book

 

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27 Nov

Labrador Zucht seit fast 20 Jahren in Ratingen-Lintorf

Gina II Ranka

Gina II Ranka mit ihren Welpen  aus dem ersten Wurf im April 2014. Eine sehr liebe fürsorgliche Hundemutter.

Freitag den 6. Juli 2018

Dally hat mir bei der Jagd und Labradorzucht mit drei ausgezeichneten Würfen 14 Jahre treu zur Seite gestanden.
Immer vergnügt und Augfmerksam. Sie war bis gestern der Boss und alle Anderen mussten Ihr Respeckt erweisen. Heute Nacht ist Sie nach eintägiger Krankheit ruhig eingeschlafen. Sie hat zur letzten Ruhe ein schönes Grab im Garten neben Fanny erhalten.

 

Montag der 22.Januar 2018

Liebe Labby Freunde, sehr habe ich mich immer für die vielen Grüße von Ihnen als Labby-Besitzer und deren Welpen gefreut. Vielen Dank dafür.

Mittwoch der 28.2.18

Leider in diesem Jahr 2018 keine Welpen mehr.

Ranka 5 Jahre vorn, Dally 14 Jahre hinten.

30. Januar 2016

In diesem Jahr 2016 hat Ranka meine jüngste Zuchthündin Mutterschaftsruhe. Ich werde also erst wieder 2017 einen guten Rüden für Ranka aussuchen und wenn wir dann auch noch Glück haben  einen prächtigen Wurf bekommen. Zudem bin ich 2015  wegen Meinungaverschiedenheiten aus dem LCD ausgeschieden da ich stressfrei wie in den letzten 40 Jahren nun auch die Hundezucht in meinen weiteren Lebensjahren betreiben möchte.

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Ranka bei der Wasserarbeit

Freitag der 1. Mai 2015

Heute ging der letzte Welpe mit viel Freude in seine neue Heimat nach Chemnitz.

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Zur Erinnerung alle sieben verabschieden sich wobei doch einer untergetaucht ist, so kann man nur sechse sehen.

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Sonntag der 26. April 2015

Jetzt sind alle 7 Welpen in gute Hände vergeben. Dann wird es ganz still hier im Haus. Nur noch die alten Dally und Ranka  bleiben zurück.  Ranka kann jetzt  ein Jahr  Welpenruhe geniessen.  Da haben wir Zeit die Schweißprüfung auf Schalenwild vorzubereiten. Hier noch ein Bild von heute  Pia nach dem  Spaziergang im Wald mit den Freunden Milstein und unserer jüngsten Tochter Amelie.

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Donnerstag der 16. April 2015

Nun sind die Welpen bald flügge. Sie leben jetzt bei dem schönen Wetter draussen in dem Zwinger und haben schon ihr Mindestgewicht von 4 kg.  Ab und zu schaut die Mutter Hündin Ranka nochmal nach dem Rechten. Oft schickt sie aber die 14 jährige Tante Dally zum Einhüten in den Zwinger. Wir spielen viel zusammen wie Purzelbaum üben, auf Pfiff mit der Pfeife kommen da gibt es immer was Gutes, Schuhe, Beine, Hände und Hosen zerbeissen ja und in der Sonne sich zusammenkuscheln schlafen und vieles mehr. Wir Welpen fressen jetzt vier mal am Tag 7.00 dann 12.00 und ganz wichtig 17.00 reine Fleischnahrung, bestehend aus Steifen von grünem Pansen der so einfch bei Herrchen vom Himmel fällt bis die Bäuche platzen und zu letzt um 20.oo den Rest der Tagesration bestehend aus eingeweichten Welpen-Pellets mit feinen Haferflocken und noch den Rest Welpenbrei mit geriebenen Möhren. Das schmeckit alles wunderbar Wir lassen auch nie etwas für die Mamma über lieber stopfen wir nochmal bei uns nach. Also nun bis 28.4.

 

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Die Chocos von der Gemütlichkeit

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Alle Sieben bei ihrer Hauptbeschäftigung

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Einen größeren Spaß als diesen gibt es garnicht.

Ostermontag 6. April 2015

 

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Morgen sind die Welpen 5 Wochen alt und haben sich alle bestens entwickelt wie Sie hier sehen.

22.März 2015

Inzwischen sind dien Welpen schon sehr lebhaft geworden. Sie wiegen jetzt alle über 1 kg und sind putz munter. Die Augen haben sie seit ein paar Tagen geöffnet , darum sollte man jetzt auch nicht mehr mit Blitz fotografieren. Sowie wärmeres Wetter wird können die Welpen auch mal einen Spaziergang draussen mit der Mutter Ranka und der alten Tante Dally wagen.

Da bekommt man richtig Appetit wenn man die dicke Milchbar für die Welpen sieht.  Mutter Ranka wird jetzt dreimal täglich mit Kraftfutter, ein Ei, Calcium, Quark und jede Menge rohen Pansen (Kuhmagen) gefüttert.

labrador9

06 Nov

2009

Im folgenden sehen Sie den N-Wurf aus der Dally (Fable for Aline) und dem Rüden Otto von Gugi´s Kate, geworfen am 11.09.09, abzugeben ab dem 06.11.09.

NWurf4Wochen klein NWurf4Wochen3 klein NWurf4Wochen5. kleinJPG NWurf4Wochen4 klein NWurf4Wochen6 klein NWurf4Wochen7 klein NWurf5Wochen2 klein NWurf5Wochen2 klein

Otto3 klein

Otto von Gugi´s Kate

NWurf5Wochen klein

Dally (Fable for Aline)

Zuchthündin – Dally (Fable for Aline)

geworfen am 21.04.03

dally

Zuchtzulassung: LCD am 15.12.2004 mit HD A2 A2, ED 0/0

Formwert: vorzüglich (WT, JEP, BLP, SW)

Züchter: Babette Schade, Wedemark

Besitzer: Volker v. Schintling-Horny, Ratingen

Mutter von Faible: Edda of Horny

Formwert: sehr gut (WT, BHP, JEP, SW, HDC2, ED0)

 

Zuchtrüde – Nougat vom Klingerhuf

geworfen am 24.04.00

nougat

Zuchtzulassung: LCD am 15.12.2004 mit HD-A2 A2, ED-0/0

Formwert: vorzüglich (WT, BHP, JP/R, JEP, SW, BLP, IJP/R, LSP, Feld Trail / H)

Züchter: Monika von Klinggräff, Neukirchen Vlyn

Besitzer: Frau Dr. Weber/Toth, Bonn

Mutter von Faible: Edda of Horny

Formwert: sehr gut (WT, BHP, JEP, SW, HDC2, ED0)

Dally, Faible:
gedeckt am 11.11.2005 und wieder am 01.10.2007 von Nougat vom Klingerhuf

K-Wurf mit 9 Welpen 5/4 am 9. Januar 2006 , M-Wurf voraussichtliches Wurfdatum 03.12.2007

Die Mutter von Faible (Dally) Edda of Horny (chocolate) ist am 08.10.1999 im Zwinger of Horny aus der Dolly aus Lühlsbusch (chocolate) und dem Henry vom Klingerhuf (chocolate) geworfen. Somit hat Faible (Dally) alle Voraussetzungen für einen ausgeprägten Familien- und Jagdhund mit großer Anpassungs- fähigkeit und genügend Raubzeugschärfe. Bei der Nachsuche auf Schalenwild zeigt sie ihre überlegene Nase, die sie fest am Boden direkt zum Stück führt. Faible (Dally) ist ein lieber nimmersatter Familienhund der auch gerne mit Herrchen schwimmen geht.

Zuchthündin – Fanny of Horny

Fanny of Horny ; gelb
geworfen am 05.04.2000  gestorben 16.09.2014

fanny

Zuchtzulassung: LCD am 19.11.2002 mit HD-A2, ED-0

Formwert: sehr gut (WT, JEP, SW)

Züchter und Besitzer: Volker von Schintling-Horny

Besitzer: Volker von Schintling-Horny

Mutter: Nanna vom alten Postweg ( JEP, HD-A2, ED-0)

Vater: York vom Klingerhuf (BLP, Sw II,I ED-0)

Formwert: sehr gut (WT, BHP, JEP, SW, HDC2, ED0)

Die Mutter von Fanny of Horny ist durch ihr liebes Wesen mit guten jagdlichen Anlagen als Jagdhund (Jagdeignungsprüfung) mit ausgeprägtem Beute- und Bringetrieb vorzüglich geeignet.
Fanny ist ein gehorsamer, anhänglicher Familienhund, der auch gerne mit dem Auto fährt. Sie hat ihre guten Eigenschaften schon im letzten Jahr an acht Welpen weitergegeben.

Zuchtrüde – Sesam aus Lühlsbusch

gelb (rotfuchs)
geworfen am 08.10.2000

sesam
Zuchtzulassung: LCD am 31.01.2002 mit HD-A2 ; ED-0

Züchter und Besitzer: Dr. F. J. Kraft, Hamminkeln

Formwert: vorzüglich (WT, JP/R, JEP, m.1.E., BLP)

Fanny of Horny gedeckt am 06.02.2006 von Sesam aus Lühlsbusch, erwartetes Wurfdatum: 09.04.2006

L Wurf

L-Wurf 2006
5 Rüden, 3 Hündinen
Wurfdatum : 07.04.2006
Vater : Sesam aus Lühlsbusch, rotfuchs
Mutter : Fanny of Horny ; gelb

zuechter

Züchter Volker von Schintling-Horny
mit Welpe Joyce, geworfen am 13.04.2004

zwinger

Zwingeranlage nach Erich Dupree, Mühlhausen

Anzahl der Würfe und Nachkommen vom Zwinger of Horny:

Anzahl Rüden Hündinnen
Jahr Würfe Welpen schwarz gelb chocolate schwarz gelb chocolate
1997 2 16 5 2 0 4 2 3
1998 2 15 8 1 0 5 0 1
1999 1 8 2 0 1 4 0 1
2000 1 10 2 1 0 4 3 0
2001 1 10 0 0 3 0 0 7
2002 1 9 6 0 0 3 0 0
2003 1 8 3 0 0 5 0 0
2004 1 7 4 0 0 3 0 0
insgesamt 10 83 30 4 4 28 5 12

Sehen Sie hier die Stammbäume der Welpen. Wurf A bis J.

HD-Statistik

Hinweis : Soweit beide Seiten eines Hundes ausgewertet wurden, wird nur die jeweils schlechtere Seite für die Statistik herangezogen. Der zuchtfähige Bereich ist HD A1 bis einschließlich HD C2.

Anzahl der Nachkommen im röntgenfähigen Alter (mind. 12 Monate) Geröntgte Nachkommen %
76 26 34.21 %
Befund (ausgehend von der Anzahl der geröntgten Nachkommen = 26 = 100 %)
A1 2 7.69 %
A2 15 57.69 %
B1 3 11.54 %
B2 0 0 %
C1 3 11.54 %
C2 1 3.85 %
D1 2 7.69 %
D2 0 0 %
E1 0 0 %
E2 0 0 %

ED-Statistik

Hinweis : Soweit beide Seiten eines Hundes ausgewertet wurden, wird nur die jeweils schlechtere Seite für die Statistik herangezogen. Der zuchtfähige Bereich ist ED 0 und ED 1.

Anzahl der Nachkommen im röntgenfähigen Alter (mind. 12 Monate) Geröntgte Nachkommen %
76 25 32.89 %
Befund (ausgehend von der Anzahl der geröntgten Nachkommen = 25 = 100 %)
0 22 88 %
1 0 0 %
2 2 8 %
3 1 4 %

 

Geschichte (übernommen aus www.labrador-hannibal-of-horny.de)

Als Rasse erstmalig anerkannt wurden die Labrador Retriever 1903 vom englischen Kennel Club.Sie gehen auf Importe aus Neufundland zurück, die englischen Adelsherren auf Schiffen mitgebracht hatten aufgrund ihrer hervorragenden Apporttierfähigkeiten. Die Labradors waren aber anfangs eine wenig gezüchtete Rasse. Die Welpen wurden auch nicht verkauft, sondern blieben immer in den Adelskreisen als Jagdbe-gleiter.

1908 gab es 123 Registrierungen in England, 1919 nach dem ersten Weltkrieg waren es 181. 1934 waren es dann schon 1429 Registrierungen, und die Anzahl der gezüchteten Hunde nahm stetig zu. Heute werden etwa 32.000 Labrador Retriever pro Jahr in England registriert.

Der Labrador ist ein Jagdhund, der für die spezielle Arbeit nach dem Schuss gezüchtet wurde sowohl zu Wasser als auch zu Lande. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die Hunde ein Wasser abweisendes Fell mit guter Unterwolle haben und ein freundliches Wesen, ein Hund, der bereit ist, mit seinem Führer zusammen-zuarbeiten. In Neufundland haben die Hunde den Fischern gedient.

Mit ihrem kurzen und außergewöhnlichen dichten Fell waren sie in der Lage, in eiskaltem Wasser zu arbeiten. Sie haben die Fische von der eisigen Oberfläche des Wassers zurückgeholt, die aus den Netzen gesprungen waren und haben die Netze in harter Arbeit bei jedem Wetter an Land gezogen. Das erklärt auch, warum der Labrador von kräftiger Statur sein soll.
Es war harte körperliche Arbeit, die er zu leisten hatte. Gleichzeitig war er treuer Jagdbegleiter, wenn die Fischer loszogen, um Nahrung für ihre Familien zu erlegen. Für diese Arbeiten benötigte man einen äußerst aktiven, kräftigen Hund ohne Schwächen an seinem Gebäude.

Ihr hoch entwickelter Instinkt zum Apportieren und ihr hoher „will to please“ zog die Aufmerksamkeit der wenigen Engländer auf sich, die die Vorfahren unserer Rasse in Neufundland entdeckten. Die ersten Hunde kamen etwa 1830 in England an. Die meisten der früheren Labradors waren schwarz, die ersten gelben tauchten 1899 auf.

Als der Labrador immer populärer wurde – sowohl als Jagdbegleiter als auch im Schauring-, wurde es immer notwendiger, einen Rassestandard zu erstellen. Der erste Standard ist von 1916. Einige Veränder-ungen wurden später vorgenommen, andere sind bis heute unverändert geblieben. Erlaubte Farben: schwarz, gelb und braun. Der Standard des Labrador Retrievers herausgegeben vom Englischen Kennel Club, übernommen von der FCI, übersetzt von Uwe Fischer.

Allgemeines Erscheinungsbild
Stark gebaut, kurz in der Lendenpartie, sehr aktiv; breiter Schädel, breiter und tiefer Brustkorb; breit und stark in Lendenpartie und Hinterhand.

Charakteristika
Gutmütig, sehr rege. Vorzügliche Nase, weiches Maul; ausgeprägte Wasser-Freudigkeit. Anpassungs-fähiger, hingebungsvoller Begleiter.

Wesen
Intelligent, aufmerksam und führig, mit einem starken Bedürfnis, seinem Besitzer Freude zu machen. Freundliches Wesen ohne Spur von Aggression und unangebrachter Scheue.

Kopf und Schädel
Schädel breit mit deutlichem Stopp, klare Linien ohne fleischige Backen. Fang von mittlerer Länge, kräftig, nicht spitz. Nasenschwamm breit, gut ausgebildete Nasenlöcher.

Augen
Mittelgroß, mit dem Ausdruck von Intelligenz und Gutmütigkeit; braun oder haselnussfarben.

Ohren
Nicht zu groß oder schwer, dicht am Kopf getragen und ziemlich weit hinten angesetzt.

Gebiss
Kiefer und Zähne kräftig mit einer perfekten, regelmäßigen und vollständigen Schere, wobei die obere Schneidezahnreihe eng über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Hals
Trocken, stark, kraftvoll, in gut gelagerte Schultern übergehend.

Vorderhand
Schulterblätter lang und schräg gelagert. Vorderläufe mit kräftigen Knochen und gerade vom Ellbogen bis zum Boden, sowohl von vorn als auch von der Seite gesehen.

Körper
Brust von guter Weite und Tiefe, mit stark gewölbtem, faßförmigem Brustkorb. Gerade Oberlinie. Lendenpartie breit, kurz und kräftig.

Hinterhand
Gut gewinkelt, nicht zur Rute hin abfallend. Gut gewinkelte Kniegelenke. Sprunggelenke tiefstehend, Kuhhessigkeit im höchsten Maße unerwünscht.

Pfoten
Rund, kompakt; gut gewölbte Zehen und gut entwickelte Ballen.

Rute
Kennzeichnendes Merkmal, sehr dicht im Ansatz, sich allmählich zur Seite hin verjüngend. Mittellang ohne Befiederung, aber rundherum vollständig mit kurzem, dichtem, dickem Fell bedeckt, was den „abgerun-deten“ Eindruck ergibt, der als „Otter“-Rute bezeichnet wird.

Gangwerk/Bewegung
Frei, raumgreifend; dabei in der Vorder- und Hinterhand gerade und taktrein.

Fell
Kennzeichnendes Merkmal, kurz und dicht ohne Wellen oder Befederung, es fühlt sich ziemlich hart an; wasserdichte Unterwolle.

Farbe
Einfarbig schwarz, gelb oder leberfarbig/schokoladenbraun, gelb reicht von hellcreme bis fuchsrot. Ein kleiner weißer Brustfleck ist zulässig.

Größe
Ideale Widerristhöhe: Rüden 56-57 cm (22-22,5 ins) Hündinnen 54-56 cm (21,5-22 ins)

Fehler
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Anmerkung
Rüden sollten zwei offensichtlich normale Hoden haben, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 

Bevor Sie einen Labrador-Welpen kaufen Sollten Sie sich selbst die folgenden Fragen stellen:

Bin ich darauf vorbereitet …

1. für diesen Hund und alle seine Bedürfnisse die volle Verantwortung während der nächsten 10 – 15 Jahre zu übernehmen? Dies ist KEINE AUFGABE für Kinder!

2. die beträchtliche Menge an Zeit und Geduld zu investieren, die nötig ist, um den Hund zu einem guten Begleiter auszubilden (das passiert nicht von selbst) ?

3. mich zu informieren über die korrekte Versorgung des Hundes, angemessene Trainingsmethoden und wie man ihn pflegt ? (Es gibt viele gute Bücher zu diesen Themen, lesen Sie ein paar vor dem Kauf !)

4. mir einen Jagdhund (denn der Labrador ist eine Jagdhundrasse) ins Haus zu holen? Seine Vorfahren wurden dafür gezüchtet, den ganzen Tag lang ihre Aufgaben beim Apportieren von geschossenem Wild zu erfüllen. Sie brauchen deshalb körperliche und vor allem auch geistige Beschäftigung. Unterforderte Labradors werden schnell hochgradig destruktiv.

5. den Hund immer sicher unterzubringen – kein Streunen, kein Leben als Kettenhund, aber ein solider Zaun um das Grundstück?

6. dass der Hund genug Zuwendung und Bewegung bekommt? Labradorwelpen brauchen Aufsicht und Erziehung, viele Stunden am Tag, jeden Tag!

7. die Geduld aufzubringen, die nötig ist, um die Herausforderungen des Welpen- und Heranwachsenden- alters (das bis zu 3 Jahren dauern kann) zu akzeptieren (und zu genießen).

8. mit starkem Haaren, ins Haus mitgebrachtem Schlamm, Herumschleppen von Gegenständen, engem Körperkontakt und hoher Aktivität des Hundes für die nächsten 10 – 15 Jahre zu leben ?

9. Geld auszugeben, um die notwendige tierärztliche Versorgung für das ganze Leben sicherzustellen? Dies beinhaltet regelmäßige Wurmkuren und Impfungen, Röntgenuntersuchungen der Hüften und Ellbogen, jährliche Vorsorge-Untersuchungen, aber sicher auch viele andere erforderliche Behandlungen im Laufe des Lebens.

10. mir klarzumachen, dass die Kosten der Anschaffung eines Welpen nur ein Bruchteil der Gesamtkosten ausmachen, und dass diese bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 12 Jahren für einen mittelgroßen Hund über 10.000 Euro betragen werden ?

11. dass der Hund auch in Zeiten von Urlaub, Krankheit oder sonstigen Verhinderungen ordentlich versorgt werden kann? Trägt die ganze Familie die Anschaffung mit ?

12. den Züchter informiert und auf dem Laufenden zu halten über die Erfolge meines Hundes und auch über mögliche Probleme ? Meine Fragen dem Züchter oder einem anderen Hundeexperten vorzulegen, bevor sie zu Problemen werden und der Hund außer Kontrolle gerät ?

13. die Verantwortung für den Hund auch weiterhin zu übernehmen, wenn sich unausweichliche Ver-änderungen der eigenen Lebensumstände ergeben (ein neues Baby, Wohnungswechsel)?